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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Nasenseptumdefektverschluss in „offener Brückenlappentechnik“

Meeting Abstract

  • corresponding author Patrick Weller - Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik Essen, Essen
  • Jens Greve - Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik Essen, Essen
  • Lukas Heusgen - Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik Essen, Essen
  • Thomas K. Hoffmann - Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik Essen, Essen
  • Nicola Rothmeier - Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik Essen, Essen
  • Stefan Mattheis - Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik Essen, Essen
  • Stephan Lang - Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik Essen, Essen
  • Götz Lehnerdt - Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik Essen, Essen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod681

doi: 10.3205/12hnod681, urn:nbn:de:0183-12hnod6817

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Weller et al.
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Gliederung

Text

Der Verschluss einer Nasenseptumperforation ist eine chirurgische Herausforderung. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, eigene Ergebnisse der Brückenlappentechnik nach Schultz-Coulon kombiniert mit offenem Zugang (analog offener Septorhinoplastik) zum Nasenseptum retrospektiv auszuwerten. Von 2007 bis 2011 wurde bei 48 Patienten ein Verschluss in „offener“ Brückenlappentechnik mit Interposition von Cavum conchae Knorpel (n=46) oder Rippenknorpel (n=2) durchgeführt. Die Defektgröße reichte von 5 x 5mm bis 25 x 40mm. Aktuelle Befunde wurden telefonisch von den Patienten oder deren HNO-Fachärzten erfragt. Drei Patienten mussten ausgeschlossen werden, da keine Nachsorgebefunde eruierbar waren. 31 Patienten konnten anhand einer symptombezogenen prä- und postoperativen Analogskala befragt werden. Hauptursache für Defekte waren Voroperationen (55,6%). Bei 38 Patienten konnte die Perforation primär erfolgreich verschlossen werden (84,4%). Bei einem Patienten wurde ein Verschluss durch Revision in gleicher Technik erreicht, was die Verschlussrate auf 86,7% (CI: 0,73-0,95) steigert. Ästhetische Beeinträchtigungen an der Columella durch den Zugangsschnitt gab es nicht. Bei den sechs Patienten mit Rezidiv konnte eine wesentliche Verkleinerung des Defektes erreicht werden. Die symptombezogene Befragung der Patienten ergab signifikante Besserungsraten. Die Brückenlappentechnik nach Schultz-Coulon kombiniert mit offenem Zugang zum Nasenseptum zeigt gute Erfolgsraten hinsichtlich primärem Verschluss und konsekutiver Verbesserung der Lebensqualität von Patienten mit Septumperforation. Der offene Zugang zeigt analog den Septorhinoplastiken keine ästhetische Beeinträchtigung, ist jedoch für die intraoperative Übersicht wie auch das Setzen der Schleimhaut-Verschlussnähte vorteilhaft.