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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Nasennebenhöhlenoperationen in Thüringen: Epidemiologische Kennzahlen zur Versorgungsforschung und Operationsergebnisse

Meeting Abstract

  • corresponding author Orlando Guntinas-Lichius - Univ.HNO-Klinik, Jena
  • Christina Seyring - HNO-Klinik Uni Jena, Jena
  • Thomas Bitter - HNO-Klinik Uni Jena, Jena
  • Daniel Böger - HNO-Klinik Zentralklinikum Suhl, Suhl
  • Jens Büntzel - HNO-Klinik Südharz-Krankenhaus, Nordhausen
  • Dirk Eßer - HNO-Klinik Helios Klinikum, Erfurt
  • Kerstin Hoffmann - HNO-Klinik Sophien/Hufeland-Klinikum, Weimar
  • Peter Jecker - HNO-Klinik Klinikum Bad Salzungen, Bad Salzungen
  • Andreas Müller - HNO-Klinik Wald-Klinikum, Gera
  • Gerald Radtke - HNO-Klinik Ilm-Kreis-Kliniken, Arnstadt

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod643

doi: 10.3205/12hnod643, urn:nbn:de:0183-12hnod6439

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Guntinas-Lichius et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Obwohl die moderne minimal-invasive Nasennebenhöhlenchirurgie ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit des HNO-Chirurgen ist, gibt es so gut wie keine bevölkerungsbezogenen Daten zur Inzidenz und Effektivität dieser Chirurgie. Überhaupt ist die Versorgungsforschung in der HNO-Chirurgie unterentwickelt.

Methoden: Retrospektiv wurden ausnahmslos alle Patienten, die 2005 eine Nasennebenhöhlenoperation in den acht hauptamtlichen Thüringer HNO-Kliniken erhalten hatten, untersucht. Patienten- und Operations-Charakteristika, Therapieverläufe und Komplikationen wurden ausgewertet.

Ergebnisse: Es wurden 1582 Patienten 2005 operiert und bis zu 51 Monaten nachuntersucht. Die Rate an NNH-Operation lag bei 53/100.000 Einwohnern für Frauen und deutlich höher für Männer bei 73/100.000. Die Operation erfolgte bei einem medianen Alter von 48 Jahren. Mit Abstand am häufigsten lag eine chronische Rhinosinusitis (94%) als Operationsindikation vor. 96% der Operation erfolgten von endonasal. Bei 75% der Patienten erfolgte die Operation beidseitig und als bei 75% als Ersteingriff. Zumeist wurden mindestens 2 Höhlen pro Seite operiert. Relevante Komplikationen traten bei 4% der Patienten. Ein Rezidiv wurde bei 9% der Patienten beobachtet. Signifikante unabhängige prognostische Faktoren für ein Rezidiv waren: Re-Operation, Allergiker und ein maligner Tumor.

Schlussfolgerungen: Die vorliegende bevölkerungsbezogene Analyse zeigt, dass moderne Nasennebenhöhlenchirurgie als eine häufige Operation im Fachgebiet effektiv und komplikationsarm anzusehen ist.