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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Retrospektive Studie zu den Langzeitergebnissen der Ohrmuschelplastik unter kombinierter Anwendung der Mustardé und Furnas-Technik

Meeting Abstract

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  • corresponding author Haneen Sadick - Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, Mannheim
  • Stefanie Vorwalder - Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, Mannheim
  • Karl Hörmann - Universitäts-HNO-Klinik Mannheim, Mannheim

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod617

doi: 10.3205/12hnod617, urn:nbn:de:0183-12hnod6175

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Sadick et al.
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Gliederung

Text

Abstehende Ohrmuscheln stellen die häufigste Fehlbildung im Gesichts- und Kopfbereich dar. In den letzten Jahren sind eine Vielzahl chirurgischer Verfahren zur Korrektur abstehender Ohrmuscheln beschrieben worden. Zu den wesentlichen drei Grundprinzipien zählen die Nahttechnik, die Ritztechnik sowie die Schnitt-/Nahttechnik.

Das Ziel unserer Untersuchung war es, die Langzeitergebnisse der Ohrmuschelplastik unter kombinierter Anwendung der Mustardé und Furnas-Technik zu evaluieren.

Retrospektiv wurden die Daten von 225 Patienten, welche aufgrund einer Ohrmuscheldysplasie I° über einen Zeitraum von 2000-2010 operiert wurden, evaluiert. Wesentliche Parameter, die erhoben wurden, waren die Zufriedenheit der Patienten mit dem Langzeitergebnis mittels telefonischer Befragung und das Auftreten von Früh- und Spätkomplikationen sowie die Notwendigkeit einer Revisionsoperation anhand der Aktenlage.

Insgesamt gaben 94% der Patienten an, mit dem postoperativen Ergebnis zufrieden zu sein. Frühkomplikationen traten in 6,2% (14 von 225) der Fälle auf. In acht Fällen lag ein Hämatom vor, welches entlastet werden musste und in sechs Fällen lag eine Perichondritis vor, welche antibiotisch behandelt wurde. Eine Haut- bzw. Knorpelnekrose lag in keinem Fall vor. Hinsichtlich der Spätkomplikationen zeigten sich in 15 Fällen (6,6%) Fadengranulome, in sieben Fällen (3%) Keloide und in neun Fällen (4%) ein Rezidiv der Ohrmuschelysplasie I° vor. Eine operative Revision war in 12 Fällen (5,3%) erforderlich.

In Abhängigkeit vom individuell vorliegenden Ohrmuschelbefund können mit der knorpelschonenden Nahttechnik nach Mustardé in Kombination mit der Cavumrotation nach Furnas vielversprechende Langzeitergebnisse bei zufriedenen Patienten erzielt werden.