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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Effekte einer integrierten Tinnitusintensivbehandlung: Eine 5-Jahres Katamnese

Meeting Abstract

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  • corresponding author Nina Zirke - Tinnituszentrum Charité Berlin, Berlin
  • Magdalena Malotka - Tinnituszentrum Charité Berlin, Berlin
  • Heidemarie Haupt - Tinnituszentrum Charité Berlin, Berlin
  • Birgit Mazurek - Tinnituszentrum Charité Berlin, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod579

doi: 10.3205/12hnod579, urn:nbn:de:0183-12hnod5790

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Zirke et al.
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Gliederung

Text

Ziel der Studie: In der vorliegenden Untersuchung wurden die psychometrischen Effekte einer multimodalen 7-tägigen ambulanten Tinnitus-Therapie mit Follow-up-Messung nach 5 Jahren zum Nachweis der langfristigen Wirksamkeit untersucht.

Methodik: Die Patienten beantworteten zu Beginn und Ende der Therapie sowie 5 Jahre nach der Behandlung folgende psychometrische Fragebögen: Tinnitusfragebogen (TF), Perceived Stress Questionnaire (PSQ) und die Allgemeine Depressions-Skala (ADS).

Ergebnisse: Es zeigte sich 5 Jahre nach der ambulanten Tinnitustherapie eine signifikante Abnahme der tinnitusbedingten Belastung in allen Skalen des TF sowie eine Verringerung der allgemeinen Stressbelastung gemessen mittels PSQ. Die Allgemeine Depressionsskala zeigte einen signifikanten Anstieg der depressiven Symptomatik nach 5 Jahren, wobei diese dennoch geringer war als zu Beginn der Therapie.

Schlussfolgerung: Die ambulante multimodale Tinnitusintensivtherapie mit einer langfristigen Nachsorge hat sich als eine effektive Methode zur Verringerung der Tinnitus- und Stressbelastung sowie depressiver Stimmung erwiesen.