gms | German Medical Science

83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Gesetzliche Einführung des Neugeborenen-Hörscreenings in die „Kinder-Richtlinien“ im Januar 2009 – Ergebnisse und Erfahrungen aus dem HELIOS Klinikum Berlin-Buch

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author Susanne Wendt - HELIOS Klinikum Berlin-Buch, HNO-Klinik, Berlin
  • Nina Wichmann - HELIOS-Klinikum Berlin-Buch, HNO-Klinik, Berlin
  • Marc Boris Bloching - HELIOS-Klinikum Berlin-Buch, HNO-Klinik, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod567

doi: 10.3205/12hnod567, urn:nbn:de:0183-12hnod5675

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Wendt et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Seit 01.01.2009 wird der Beschluss des Gem. Bundesausschusses des Bundesminist. für Gesundh.vom 19.06.2008 über eine Änd. der Kinder-Richtlinien hinsichtl. der Einführung eines Neugeb.-Hörscreenings (N-HS) bundesweit in Deutschl. umgesetzt. Zuvor wurde das N-HS als freiwillige Leistung von engag. Ärzten u.Kliniken bereits durchgeführt,jedoch ohne flächendeckende Doku. Ziel des gesetzl. Anspruchs der Neugeb. auf das univers. N-HS ist es, beids. HS ab 35dB zu erkennen,bis zum Ende des 3. Lebensmo.zu diagnost. u.eine entspr. Th. bis Ende des 6. Lebensmo. einzuleiten. Wir wollen von unseren Ergebn. und Erfahrungen seit 01/09 im HELIOS Klinikum Berlin-Buch berichten.

Methoden: Anhand eines standard. klinikübergreif. Doku.-bogens für das N-HS wurden die Ergeb. der TEOAE-und/oder AABR-Unters.erfaßt und ausgewertet. Die Erstunters. u.ggf. 1.Nachunt.im Rahmen der U2 erfolgten in der Geburtsklinik/Neon., eine evt. 2. und 3. Nachunt. erfolgte in der HNO-Klinik. Waren die Tests wiederum auffäll.wurden entspr. eine Th. wie eine HG-Vers., ggf. eine Versorg. mit einem CI und in Anbindung an das SPZ eine Frühförd.in der FA für Audit.-Verb. Th.eingeleitet.

Ergebnisse: Von 2034 Neugeb. in 2009 wurden 102 in die HNO weitergeleitet, von 2338 Neugeb. in 2010 nur noch 53 Pat. Von letzterer Gruppe wurden 7 Pat. mit mittel- und höhergr. SH mit HG versorgt, ein kleiner Pat. davon hat ein CI erhalten. Erg. von 2011 folgen. Die Qual. d. lückenlosen Doku. u. der tatsächl. Zeitabstände zur Zuführung zu den Nachunt. und letztendl. Th.-einleitung verbesserte sich von 2009 zu 2010.

Schlußfolgerung: Durch das univers. Hörscreen. werden frühkindl. hoch-u.mittelgr.HS zeitig erkannt und können einer entspr. Th. zugeführt werden. Mögl. weitreichende Defiz. in der geist., soz., emotion., bildungs- und berufsbez.Entw. durch eine Stör. in der Hör- und Sprachentwickl. können somit gemindert oder vermieden werden.