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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Stammzell-beladene Hydrogelbeschichtung für Cochleaimplantat-Elektroden

Meeting Abstract

  • corresponding author Andreas Radeloff - Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg
  • Philip Schendzielorz - Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg
  • Katrin Frölich - Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg
  • Kristen Rak - Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg
  • Agmal Scherzed - Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg
  • Robert Mlynski - Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg
  • Rudolf Hagen - Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod504

doi: 10.3205/12hnod504, urn:nbn:de:0183-12hnod5047

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Radeloff et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Adulte multipotente Stammzellen (MSC) können zuverlässig unter Standard-bedingungen aus dem Knochenmark oder dem Fettgewebe von Patienten gewonnen werden. Eine autologe Transplantation dieser Zellen ist möglich und wird in klinischen Studien bereits durchgeführt. Aus früheren Arbeiten ist bekannt, dass diese Zellen Neurotrophine und andere Faktoren produzieren, die eine Attraktion von Hörnerv-Neuronen bewirken können.

Methoden: Es wurde eine spezielle Hydrogelbeschichtung für Cochleaimplantat-Elektroden entwickelt und mit MSC beladen. Erste Testungen dieser Beschichtung erfolgten unter Zellkulturbedingungen um Daten über die Stabilität der Beschichtung zu erhalten. In einem mechanischen Scala-tympani-Modell wurde untersucht, ob sich die Insertionskraft bei Elektrodeneinführung durch die Hydrogel-Oberfläche ändert. Als drittes wurden Kokulturen von murinen Spiralganglienzellexplantaten und eingebetteten MSC angelegt und nach entsprechender Kultivierungszeit ausgewertet.

Ergebnisse: Die Hydrogelbeschichtung war flexibel und dehnbar und erhöhte die Insertionskräfte nicht. Die Beschichtung war über einen Zeitraum von 4 Wochen stabil. In Kokultur zeigten sich deutliche Hinweise auf eine Attraktion von Spiralganglienzellneuronen.

Schlussfolgerungen: Die vorliegenden experimentellen Ergebnisse bestätigen den Ansatz, dass es mit Hilfe einer MSC-beladenen Hydrogelbeschichtung möglich sein kann, die Ankopplung von Cochleaimplantat-Elektroden an den Hörnerv zu verbessern.