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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Beidseitiger Hörverlust nach Heroineinnahme

Meeting Abstract

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  • corresponding author Charlotte Pöppelmeyer - Klinikum Oldenburg / HNO, Oldenburg
  • Johanna Meißner - Klinikum Oldenburg / HNO, Oldenburg
  • Florian Hoppe - Klinikum Oldenburg / HNO, Oldenburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod500

doi: 10.3205/12hnod500, urn:nbn:de:0183-12hnod5005

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Pöppelmeyer et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Ein akuter beidseitiger cochleärer Hörverlust ist selten.

Ein solches Ereignis ist oft mit spezifischen Erkrankungen, wie cerebraler Ischämie, Blutung oder Neoplasie, vergesellschaftet.

Über einen beidseitigen Hörverlust nach Heroinkonsum wird in der aktuellen Literatur nur wenig veröffentlicht.

Fall: Wir berichten über einen 19-jährigen Patienten, der nach Heroin- und Diazepameinnahme einen akuten beidseiten Hörverlust mit wechselndem Ohrgeräusch, jedoch ohne Schwindel, feststellte.

Ergebnisse: Das Tonaudiogramm zeigte eine pantonale Innenohrschwerhörigkeit bis 70 dB beidseits. Die erweiterte Diagnostik mit DPOAEs, TPOAEs und BERA sowie Sprachaudiogramm bestätigten dies. Eine Infusionstherapie mit Cortison in absteigender und Pentoxifyllin in aufsteigender Dosierung (nach Stennert) über 10 Tage führte zu einer sowohl subjektiven als auch audiometrisch messbaren Besserung mit einer hochtonbetonten Restschwerhörigkeit bei Entlassung.

Schlussfolgerung: Neben den gängigen Ursachen für einen beidseitigen Hörverlust sollte differentialdiagnostisch auch an den Missbrauch illegaler Drogen gedacht werden.