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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Auditory Nerve Implant (ANI): Evaluation der Insertion einer penetrierenden intramodiolaren Elektrode

Meeting Abstract

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  • corresponding author Markus Pietsch - Medizinische Hochschule Hannover / HNO, Hannover
  • Andrej Kral - Medizinische Hochschule Hannover / Verbundinstitut für AudioNeurotechnologie und, Hannover
  • Peter Erfurt - Medizinische Hochschule Hannover / HNO, Hannover
  • Thomas Lenarz - Medizinische Hochschule Hannover / HNO, Hannover

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod497

doi: 10.3205/12hnod497, urn:nbn:de:0183-12hnod4971

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Pietsch et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Aufgrund der intraskalaren Lage des Elektrodenarrays heutiger Cochlea Implantate kommt es wegen verschiedener elektrophysiologischer Phänomene zu einer unspezifischen Erregung breiter Nervenpopulationen des Hörnerven. Daraus resultiert ein geringes frequenzspezifisches sowie zeitliches Auflösungsvermögen der Schallinformation, weswegen das Sprachverstehen im Störschall und die Musikwahrnehmung weiterhin eine Herausforderung für den Cochlea Implantat Träger darstellen. Aktuelle Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass eine direkte intramodiolare Stimulation des Hörnerven eine frequenzspezifischere Stimulation erlauben könnte. Es sollen nun die anatomischen und chirurgischen Spezifikationen einer solchen Elektrodeninsertion untersucht werden.

Methode: Es wurde eine Studie an zehn humanen Felsenbeinpräparaten durchgeführt. Nach Implantation von Registrierungsschrauben für das Navigationssystem erfolgte eine DVT-Bildgebung. Anschließend wurde über einen erweiterten Rundfenster-Zugang navigationsgesteuert eine Nadelelektrode in den Modiolus eingeführt. Die Lage dieser Elektrode, sowie die auftretende Gewebeschädigung des Hörnerven wurde mittels Mikro-CT, DVT und einer histologischen Feinschliffpräparation der Cochlea untersucht.

Ergebnisse und Diskussion: Eine sichere intramodiolare Positionierung einer Nadelelektrode ist möglich. Um eine zentrale Lage im Modiolus zu erreichen ist eine sorgfältige navigationsgestützte Planung der Insertionstrajektorie und Insertionstiefe nötig. Die auftretenden Gewebeschädigungen im Penetrationskanal werden dargestellt.