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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Die kraniomandibuläre Dysfunktion als Differenzialdiagnose von HNO-Erkrankungen

Meeting Abstract

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  • corresponding author Rainer Müller - Universitäts-HNO-Klinik Dresden, Dresden
  • Birgit Marré - Poliklinik f. zahnärztliche Prothetik, Dresden

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod481

doi: 10.3205/12hnod481, urn:nbn:de:0183-12hnod4818

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Müller et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Zunehmend werden HNO-Ärzte mit Schmerzbildern und Symptomen konfrontiert, die in Zusammenhang mit kraniomandibulären Dysfunktionen betrachtet werden müssen, als solche aber schwer erkennbar sind. Die kraniomandibuläre Dysfunktion stellt eine Fehlregulation der Muskel- oder der Kiefergelenkfunktion dar.

Material und Methodik: 20 Patienten, die primär einen HNO-Arzt mit Symptomen wie Ohrenschmerzen, Tinnitus, Schwindel, Globusgefühl, Dysphagie, Sprach- und Stimmstörungen aufsuchten, ohne dass eine sichere Genese im HNO-Gebiet gefunden werden konnte, und bei denen sekundär die Diagnose einer kraniomandibulären Dysfunktion zahnärztlich gestellt wurde, werden hinsichtlich der Zusammenhangsfrage und Therapiemöglichkeiten analysiert.

Ergebnisse: Die HNO-Symptome konnten nach Behandlung der kraniomandibulären Dysfunktion mittels Aufklärung des Patienten über die Krankheitszusammenhänge, Physiotherapie und Kiefergelenksdistraktionstherapie gebessert werden. Die Ergebnisse belegen, dass HNO-Symptome ein mögliches Symptom einer kraniomandibulären Dysfunktion sein können.

Schlussfolgerung: Aufgrund einer Vielzahl von Symptomen im Kopfbereich ist bei unklarer Diagnose eine fachübergreifende Diagnostik sinnvoll.