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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Untersuchung der Langzeitstabilität der Vibrant Soundbridge

Meeting Abstract

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  • corresponding author Anna-Lena Hinze - Medizinische Hochschule Hannover / HNO-Klinik, Hannover
  • Hannes Maier - Medizinische Hochschule Hannover / HNO-Klinik, Hannover
  • Burkard Schwab - Medizinische Hochschule Hannover / HNO-Klinik, Hannover
  • Thomas Lenarz - Medizinische Hochschule Hannover / HNO-Klinik, Hannover

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod429

doi: 10.3205/12hnod429, urn:nbn:de:0183-12hnod4291

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Hinze et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das aktive Mittelohrimplantat Vibrant Soundbridge (VSB, Med-El, Innsbruck) wird seit mehr als 13 Jahren erfolgreich bei Patienten mit einer Innerohrschwerhörigkeit eingesetzt. In der vorgelegten Arbeit werden die Langzeitergebnisse der Vibrant Soundbridge an der Patientengruppe mit klassischer Wandlerankopplung am Incus untersucht.

Methoden: In dem Zeitraum vom 1997 bis 2011 wurden die Langzeitergebnisse retrospektiv an 115 Patienten in Hannover erhoben. Die Patienten wurden in die Zeitkategorien kurz- (≤ 1Jahr), mittel- (> 1 Jahr ≤ 12 Jahre) und langzeitig (> 12 Jahre) eingeteilt. Verglichen wurden die Luft- und Knochenleitungsschwellen prä- und postoperativ. Zudem wurde untersucht ob es sich bei einer Schwellenänderung um einen progredienten Verlauf der Schwerhörigkeit handelt. Die unversorgte und versorgte Hörschwelle mit Sinustönen in der Freifeldaudiometrie wurde ebenso wie der Freiburger Einsilber-Test gegenübergestellt.

Ergebnisse: Die Ergebnisse der Patientengruppe Incus zeigten einen stabilen Erhalt der Innenohrfunktion. Es konnten große Verbesserungen mit dem Vibrant Soundbridge gegenüber der unversorgten Situation erreicht werden. Es zeigte sich, dass bei vielen Patienten, über die hier untersuchten Zeiträume, eine regelmäßige Optimierung der Audioprozessoreinstellung nötig war.

Schlussfolgerungen: Das Vibrant Soundbridge-System stellt für Patienten, die aus medizinischen oder audiologischen Gründen kein konventionelles Hörgerät nutzen können, eine effiziente und bewährte Versorgungsalternative dar. Die regelmäßige Überprüfung der Hörschwellen sowie die technische Überprüfung des Audioprozessors führen zu einem erhöhten Nutzen für den Patienten. Die Ergebnisse bestätigten, dass die Vibrant Soundbridge einen stabilen Hörgewinn auf lange Sicht ohne Nachteile garantieren kann.

Unterstützt durch: Med-El