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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Insertionsverhalten von Laserfaserbündeln im humanen Felsenbein

Meeting Abstract

  • corresponding author Sven Balster - HNO-Klinik, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Peter Erfurt - HNO Klinik, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Holger Lubatschowski - Laser Zentrum Hannover, Hannover
  • Wolfgang Ertmer - Institute of Quantum Optics, Leibnitzuniversitaet Hannover, Hannover
  • Thomas Lenarz - HNO Klinik, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover
  • Guenter Reuter - HNO Klinik, Medizinische Hochschule Hannover, Hannover

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod356

doi: 10.3205/12hnod356, urn:nbn:de:0183-12hnod3563

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Balster et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Optische Stimulation des Innenohres entwickelt sich immer mehr zur alternativen Stimulationsstrategie für Cochlea Implante (CI). Eine dadurch verbesserte frequenzspezifische Aktivierung soll ein besseres Sprachverstehen ermöglichen. Da Laser mittels optischer Faser appliziert wird, besteht die Notwendigkeit von Insertionsstudien der Glaserfasern in die Cochlea. Nach Evaluation von Eindringtiefe und dabei auftretender Kräfte in Abhängigkeit von Kern- und Ummantelungsdurchmesser der Glasfasern, scheint im Vergleich zu herkömmlichen CI Elektroden eine sichere Insertion möglich zu sein. Ziel dieser weiterführenden Studie war, bei Insertion in humane Felsenbeine auftretende Traumata zu evaluieren und wiederum mit denen bei Insertion von CI Elektroden zu vergleichen.

Methode: Glasfasern mit Gesamtdurchmesser von 55µm, als Faserbündel eingebettet in einem selbst hergestellten Silikonträger wurden in die Scala Tympani (ST) humaner Felsenbeine in Standard Insertion Technique inseriert. Die Felsenbeine wurden mit der Microgrinding Technik histologisch aufgearbeitet und auf cochleäre Schädigung anhand eines Trauma Scales (TS) untersucht.

Ergebnisse: Zu eventuell auftretenden Schädigungen der cochleären Strukturen kam es analog zu konventionellen CI Elektroden an der äußeren Wand der basalen Windung der ST. Die Schädigungsmuster entsprachen denen bei Insertion konventioneller CI Elektroden und waren ebenso in ihrem Ausmaß und TS mit diesen vergleichbar.

Schlussfolgerung: Eine sichere Insertion von Glasfasern erscheint in Abhängig von ihrer Anzahl und Durchmesser im silikongefassten Bündel möglich zu sein und unterscheidet sich in Hinblick auf Ort, Art und Ausmaß der Schädigung nicht von einer solchen mit konventionellen Elektrodenträgern. Weitere Studien sind geplant zur Eruierung optimaler, Beschichtungen und Bündelungsprofile sowie Biokompatibilität für eine atraumatische und Restgehöhr schonende Insertion des Optischen-CI.

Unterstützt durch: Gefördert durch die DFG, Transregio 37, A5