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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Klinische Evaluation der One-shot-CO2-Laser-Revisionsstapedotomie

Meeting Abstract

  • corresponding author Andreas Albers - HNO, Charité - Universitätsmedizin, Berlin
  • Uwe Schönfeld - HNO, Charité - Universitätsmedizin, Berlin
  • Kostas Kandilakis - HNO, Charité - Universitätsmedizin, Berlin
  • Sergije Jovanovic - DRK-Kliniken Berlin, Park-Sanatorium Dahlem, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod346

doi: 10.3205/12hnod346, urn:nbn:de:0183-12hnod3467

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Albers et al.
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Gliederung

Text

Die klinisch etablierte One-shot-CO2-Laserstapedotomie wurde für Revisionseingriffe adaptiert und ihre Sicherheit und Effektivität durch eine retrospektive Studie evaluiert.

Hierzu erfolgte die Analyse intraoperativer Befunde sowie der postoperativen Hörergebnisse von 106 Patienten, die aufgrund von Schwindel oder einer Schallleitungs- bzw. Schallempfindungsstörung einer Revisionsstapedotomie unterzogen wurden.

Die häufigsten zugrundeliegenden Pathologien waren dislozierte Prothesen, Inkusarrosion, Bindegewebsadhäsionen, knöcherne Reobliteration der Fussplatte sowie zu lange oder zu kurze Prothesen. Alle Fälle konnten erfolgreich mit der berührungslosen OP-Technik resultierend in signifikant verbesserter Luft- und Knochenleitung behandelt werden. Die Rate permanenter Komplikationen lag bei 0,9%.

Als Beleg für die Sicherheit der OP-Technik dient, dass sich kein Unterschied in den Hörergebnissen nach Verwendung hoher Laserenergien, notwendig für eine Reperforation knöchern reobliterierter Fussplatten, verglichen mit niedrigen Energien, notwendig für eine Wiedereröffnung membranös verschlossener Stapesperforationen, zeigte.

Somit konnte die berührungslose CO2-Laserstapedotomie erfolgreich für Revisionseingriffe hörverbessernd sowie zur Behandlung von Schwindel nach Primäreingriffen adaptiert werden. Im Literaturvergleich ist die Komplikationsrate mindestens vergleichbar mit der anderer Lasersysteme und deutlich niedriger als mit konventionellen Methoden. Eine frühe Revision bei Komplikationen nach Primäreingriff mit konsequent berührungsloser Technik scheint deshalb empfehlenswert.