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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Expression von p16INK4a bei prämalignen Kopf Hals Geweben

Meeting Abstract

  • corresponding author Steffen Wagner - HNO Klinik Giessen / Forschungslabor, Giessen
  • Elena Prigge - Universitätsklinikum Heidelberg / Angewandte Tumorbiologie, Heidelberg
  • Franziska Müller - Universitätsklinikum Giessen / Hals-Nasen-Ohrenklinik, Giessen
  • Csaba Toth - Universitätsklinikum Heidelberg / Allgemeine Pathologie, Heidelberg
  • Gerhard Dyckhoff - Universitätsklinikum Heidelberg / Hals-Nasen-Ohrenklinik, Heidelberg
  • Kolja Freier - Universitätsklinikum Heidelberg / Mund-, Kiefer- & Gesichtschirurgie, Heidelberg
  • Svetlana Vinokurova - Universitätsklinikum Heidelberg / Angewandte Tumorbiologie, Heidelberg
  • Jens Peter Klußmann - Universitätsklinikum Giessen / Hals-Nasen-Ohrenklinik, Giessen
  • Magnus von Knebel Doeberitz - Universitätsklinikum Heidelberg / Angewandte Tumorbiologie, Heidelberg
  • Miriam Reuschenbach - Universitätsklinikum Heidelberg / Angewandte Tumorbiologie, Heidelberg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod331

doi: 10.3205/12hnod331, urn:nbn:de:0183-12hnod3319

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Wagner et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: Die Infektion mit Hochrisiko (HR) HPV Typen ist als Risikofaktor bei Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereiches (HNSCC) gesichert. Eine erhöhte Expression des p16INK4a Proteins wird bei der Mehrzahl der HPV positiven HNSCC nachgewiesen, während die Expression von p16INK4a bei HPV negativen HNSCC selten auftritt und bei Normalgewebe auf Zellen mit arretiertem Zellzyklus beschränkt ist. Bei der Cervix uteri können transformierte Zellen durch Koexpression von p16INK4a und des Proliferationsmarker Ki 67 identifiziert werden. Der Zusammenhang der HPV Prävalenz mit der Expression von p16INK4a bei Normalgewebe und prämalignen Gewebeproben des Kopf Hals Bereiches soll untersucht werden.

Methoden: Normalgewebe (n=50), prämalige (n=34) und maligne (n=148) Gewebeproben des Kopf Hals Bereiches wurden immunhistochemisch untersucht. Die Ergebnisse wurden statistisch ausgewertet.

Ergebnisse: Die HPV Prävalenz betrug bei Normalgewebe 8%, bei prämalignen Läsionen 41,2% und bei HNSCC 14,2%. Es wurden 14 HR HPV Typen nachgewiesen. Bei 60% der HPV positiven und 3,1% der HPV negativen HNSCC wurden Koexpression von p16INK4a und Ki 67 nachgewiesen. Prämaligne Läsionen zeigten zu 28,6% (HPV positive) bzw. 20% (HPV negative) Koexpression von p16INK4a und Ki 67. Bei Normalgewebe wurde keine Koexpression von p16INK4a und Ki 67 nachgewiesen.

Schlussfolgerung: Koexpression von p16INK4a und Ki 67 gilt als Kennzeichen einer neoplastischen Konversion und wird bei prämalignen und malignen HNSCC, jedoch nicht bei Normalgewebe nachgewiesen. Die Studie deutet auf einen Zusammenhang einer HR HPV Assoziation mit der Koexpression von p16INK4a und Ki 67 hin, die Relevanz der Ergebnisse wird in weiteren Analysen untersucht.

Der Erstautor weist auf folgenden Interessenkonflikt hin: Roche mtm laboratories AG hat Antikörper für die Studie zur Verfügung gestellt. Prof. Dr. med. Magnus von Knebel Doeberitz ist Aktieninhaber und Aufsichtsratsmitglied von Roche mtm laboratories AG.