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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Immuntherapie zur Stimulation von T-Zellen im orthotopen Mausmodell für Kopf-Hals-Karzinome

Meeting Abstract

  • corresponding author Anne-Kristin Vahle - Hno Klinik Uniklinik Essen, Essen
  • Alexander Kerem - Universitätsklinik Essen - HNO, Essen
  • Ender Öztürk - Universitätsklinik Essen - HNO, Essen
  • Sven Hermann - Universitätsklinik Münster - Nuklearmedizin, Münster
  • Michael Schäfers - Universitätsklinik Münster - Nuklearmedizin, Münster
  • Stephan Lang - Universtitätsklinik Essen - HNO, Essen
  • Sven Brandau - Universtitätsklinik Essen - HNO, Essen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod328

doi: 10.3205/12hnod328, urn:nbn:de:0183-12hnod3286

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Vahle et al.
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Gliederung

Text

In den vergangenen Jahren konnten signifikante neue Erkenntnisse im Bereich der Tumorimmunologie und Immuntherapie bei Krebspatienten in vitro wie in vivo erzielt werden. Durch den systemisch applizierten T-Zell-aktivierenden anti-CD137 Antikörper konnte dabei eine Tumorregression sowie ein Überlebensvorteil bei u. a. Brust- und Kolonkarzinomen im Mausmodell nachgewiesen werden.

Für die präklinische Evaluation von Tumor-Immuntherapien für Kopf-Hals-Karzinome haben wir im letzten Jahr ein immunkompetentes orthotopes Mausmodell vorgestellt, welches die Eigenschaften von Kopf-Hals-Karzinomen optimal wiedergibt. In diesem Modell wurde die Wirkung des intraperitoneal applizierten anti-CD137 Antikörpers auf Tumorwachstum und Überleben geprüft.

Durch die Therapie konnte das Überleben der Versuchstiere signifikant verlängert werden (p < 0,01). Das Körpergewicht der Tiere sank während des ersten Monats der Erkrankung in der Therapiegruppe um lediglich 1 % während das Gewicht der Tiere in der Kontrollgruppe um 10 % sank (p=0,05). Die Tumorgröße ereichte an Tag 26 des Experimentes 176 ± 35 mm³ in der Kontrollgruppe und konnte durch die Therapie mit anti-CD137 auf 91 ± 24 mm³ gesenkt werden (p = 0,05).

Anti-CD137 ist ein vielversprechendes Therapeutikum für Kopf-Hals-Karzinome im Mausmodell und führt durch eine T-Zell Aktivierung und Erhöhung der anti-tumoralen Immunität zu einem Überlebensvorteil und geringerem Tumorwachstum. In zukünftigen klinischen Studien soll die Wirkung von CD137 auf humane Kopf-Hals-Karzinome untersucht werden.