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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Expansion von granulozytären Suppressorzellen myeloiden Ursprungs im Blut von Kopf-Hals-Tumor-Patienten

Meeting Abstract

  • corresponding author Sokratis Trellakis - Universitäts-HNO-Klinik Essen, Essen
  • Kirsten Bruderek - Universitäts-HNO-Klinik Essen, Essen
  • Jan Hütte - Universitäts-HNO-Klinik Essen, Essen
  • Motaz Elian - Universitäts-HNO-Klinik Essen, Essen
  • Thomas K. Hoffmann - Universitäts-HNO-Klinik Essen, Essen
  • Sven Brandau - Universitäts-HNO-Klinik Essen, Essen
  • Stephan Lang - Universitäts-HNO-Klinik Essen, Essen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod324

doi: 10.3205/12hnod324, urn:nbn:de:0183-12hnod3248

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Trellakis et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Suppressorzellen myeloiden Ursprungs (MDSC) bilden eine heterogene Untergruppe immunregulatorischer Zellen bei Krebspatienten. Während MDSC zunächst in murinen Tumormodellen nachgewiesen wurden, ist ihre Identität und Bedeutung bei Krebspatienten Gegenstand aktueller Forschung.

Methoden: Wir analysierten das periphere Blut von 81 Patienten mit Karzinomen im Bereich Mundhöhle, Oropharynx, Hypopharynx und Larynx. Es erfolgten eine Immunphänotypisierung über Durchflusszytometrie und eine Korrelationsanalyse mit verschiedenen klinischen Parametern und Blutfaktoren.

Ergebnisse: Über Immunphänotypisierung konnte eine Trennung granulozytärer MDSC aus drei humanen MDSC-Untergruppen erreicht werden. Die Frequenz granulozytärer MDSC war assoziiert mit dem Erkrankungsstadium, dem T-Stadium und einzelnen Blutfaktoren, jedoch nicht mit der Lymphknoten-Metastasierung, dem histologischen Grading oder der Tumorlokalisation.

Schlussfolgerungen: Unsere Studie zeigte eine Akkumulation von granulozytären MDSC in Abhängigkeit von der Ausdehnung von Kopf-Hals-Karzinomen. Im Kontext mit der von uns bereits früher nachgewiesenen T-Zell-suppressiven Funktion und eingeschränkten Migrationseigenschaft von MDSC im peripheren Blut von Krebspatienten trägt diese Akkumulation zur bekannten Immunsuppression und nachfolgenden Tumorprogression in Kopf-Hals-Tumor-Patienten bei.