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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

FDG Tracer-Uptake bei lokal fortgeschrittenen Oropharynxkarzinomen

Meeting Abstract

  • corresponding author Shachi Jenny Sharma - HNO Klinik Universitätsklinikum Giessen, Giessen
  • Steffen Wagner - HNO Uniklinikum Giessen, Giessen
  • Dagmar Steiner - Nuklearmedizin Uniklinikum Giessen, Giessen
  • Claus Wittekindt - HNO Uniklinikum Giessen, Giessen
  • Detlef Litzlbauer - Nuklearmedizin Uniklinikum Giessen, Giessen
  • Jens-Peter Klußmann - HNO Uniklinikum Giessen, Gießen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod308

doi: 10.3205/12hnod308, urn:nbn:de:0183-12hnod3087

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Sharma et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: HPV-assoziierte Oropharynxkarzinome (OSCC) sind eine eigene Tumorentität mit steigender Inzidenz und unterschiedlichem Metastasierungsverhalten. Eine prognostische Aussagekraft von PET/CT für das Ansprechen einer Radiochemotherapie wurde jedoch nur bei OSCC ohne HPV-Assoziation beschrieben.

Methode: Bei 20 Patienten mit lokal fortgeschrittenen OSCC wurde vor der Panendoskopie eine 18-F FDG-PET/CT durchgeführt. Der HPV-Status wurde mittels PCR und p16-Immunhistologie untersucht. SUV-Werten von Primärtumoren und Metastasen beider Entitäten wurden verglichen.

Ergebnisse: 6/20 Patienten (30,0%) hatten HPV-assoziierte OSCC. Die Verteilung der SUV-Werte der Primärtumoren unterschieden sich weder in der Früh- (10,0 ± 3,7 – HPVneg. vs. 8,2 ± 4,3 – HPVpos.; p=0,265) noch in der Spätphase (11,5 ± 4,7 – HPVneg. vs. 10,0 ± 5,0 – HPVpos.; p=0,303) der Untersuchung. Gleichfalls bestand zwischen SUV-Werten zervikaler Filiae weder in Früh- (5,9 ± 2,3 – HPVneg. vs. 8,1 ± 4,8 – HPVpos.; p=0,516) noch Spätphase (7,6 ± 3,3 – HPVneg. vs. 9,9 ± 6,4 – HPVpos.; p=0,897) ein signifikanter Unterschied.

Schlussfolgerung: Der FDG tracer-uptake unterscheidet sich möglicherweise nicht in Abhängigkeit einer HPV-Assoziation bei OSCC, obwohl aus experimentellen Untersuchungen bekannt ist, dass durch eine HPV-E7 Onkoprotein-abhängige Interaktion eine Zunahme des Glukosemetabolismus in Tumorzellen induzierbar ist. Die Studienergebnisse müssen noch an einer höheren Fallzahl bestätigt werden.