gms | German Medical Science

83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Einfluss von Fibroblasten auf die Wirkung von Paclitaxel bei Plattenepithelkarzinomzellen

Meeting Abstract

  • corresponding author Thomas Gehrke - Universitätsklinikum Würzburg, HNO-Klinik, Würzburg
  • Agmal Scherzed - Universitätsklinikum Würzburg, HNO-Klinik, Würzburg
  • Stefan Hackenberg - Universitätsklinikum Würzburg, HNO-Klinik, Würzburg
  • Norbert Kleinsasser - Universitätsklinikum Würzburg, HNO-Klinik, Würzburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod223

doi: 10.3205/12hnod223, urn:nbn:de:0183-12hnod2230

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Gehrke et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Tumorzellen werden durch die Interaktion mit dem sie umgebenden Gewebe bezüglich Wachstumsverhalten und Ansprechen auf Zytostatika beeinflusst. Als Bestandteil von Dermis und Bindegewebe stellen Fibroblasten ein wichtiges Kontaktgewebe für Plattenepithelkarzinome dar. In dieser Studie wurden die Auswirkungen von Fibroblasten auf PECA-Zellen hinsichtlich Tumorzellproliferation und Empfindlichkeit gegenüber dem Zytostatikum Paclitaxel untersucht.

Methoden: In einer Transwell-Kultur wurden 5x104 Zellen der PECA-Zelllinie FaDu mit 1x105 primären, humanen Fibroblasten gemeinsam kultiviert. In einer ersten Versuchsreihe wurde die Wirkung der Co-Kultur auf die Tumorzellproliferation untersucht und mit der von PECA-Zellen einer Monokultur verglichen (n=20). In einer zweiten Versuchsreihe wurden PECA-Zellen in Co-Kultur und in Monokultur 10nM Paclitaxel zugegeben und das Wachstumsverhalten beider Gruppen verglichen (n=20) Abschließend wurde der Überstand der Fibroblasten der jeweiligen Gruppen auf ihre jeweilige Zytokinexkretion hin untersucht.

Ergebnisse: Erste Ergebnisse wiesen auf eine höhere Proliferation der PECA-Zellen in Co-Kultur mit humanen Fibroblasten als in Monokultur hin. Ebenfalls ergaben sich Hinweise für einen geringeren Abfall der Tumorzellproliferation in Co-Kultur als in Monokultur nach Zugabe von Paclitaxel. Bei den von Fibroblasten sezernierten Substanzen deutete sich eine erhöhte Konzentration von Wachstumsfaktoren bei Fibroblasten in Co-Kultur an.

Fazit: Es konnte gezeigt werden, dass eine Co-Kultur mit humanen Fibroblasten Einfluss auf die Proliferation von PECA-Zellen hat und auch die Wirkung von Paclitaxel auf diese modifiziert. Dabei spielen offensichtlich von Fibroblasten sezernierte Wachstumsfaktoren hier eine bedeutende Rolle.