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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Identifizierung bestrahlungsabhängig regulierter Proteine in Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereiches (HNSCC)

Meeting Abstract

  • corresponding author Jürgen Brieger - HNO-Klinik, Mainz, Mainz, D
  • Rita Gieringer - HNO-Universitätsmedizin, Mainz
  • Simone Becker - HNO-Universitätsmedizin, Mainz
  • Haralampos Gouveris - HNO-Universitätsmedizin, Mainz
  • Dimitrios Koutsimpelas - HNO-Universitätsmedizin, Mainz
  • Ralph Feltens - HNO-Universitätsmedizin, Mainz
  • Wolf J. Mann - HNO-Universitätsmedizin, Mainz

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod209

doi: 10.3205/12hnod209, urn:nbn:de:0183-12hnod2093

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Brieger et al.
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Gliederung

Text

Die Bestrahlung von Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereiches (HNSCC) stellt eine der drei Säulen der Tumortherapie dar. Dennoch sind bisher die zellulären Antworten bestrahlter Tumoren in ihrer Relevanz für den Therapieerfolg nur unzureichend verstanden. In der vorliegenden Studie identifizierten wir mittels 2-D Gelelektrophorese und MALDI-TOF nach Bestrahlung regulierte Proteine, um Hinweise auf möglicherweise induzierte escape-Signalwege und aktivierte Resistenzpfade zu gewinnen. Als Modell verwendeten wir zwei etablierte Zelllinien (HNCCUM-01T und HNCCUM-02T) und bestrahlten diese einmalig mit 8Gy. Wir konnten schließlich vier in beiden Zelllinien gleichförmig regulierte Proteine identifizieren: GRP78, hnRNPK, PRDX6 und ACTC. Es handelt sich hierbei um Chaperone, Hitzeschock- und Zytoskelettproteine. String-Datenbankanalysen ergaben, dass alle vier Proteine potentiell über den Tumorsuppressor p53 funktionell interagieren. Diese Proteine stellen damit Kandidaten als Strahlenresistenzmarker und therapeutische Zielmoleküle dar.