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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Der Einfluss des Bradykinin B2-Rezeptors auf den EGFR unter Strahlentherapie bei Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Halsbereichs

Meeting Abstract

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  • corresponding author Carolin Beck - HNO Klinik; Klinikum rechts der Isar, München
  • Guido Piontek - HNO Klinik; Klinikum rechts der Isar, München
  • Murat Bas - HNO Klinik; Klinikum rechts der Isar, München
  • Anja Pickhard - HNO Klinik; Klinikum rechts der Isar, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod201

doi: 10.3205/12hnod201, urn:nbn:de:0183-12hnod2019

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Beck et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Studien belegen, dass die Kallikrein-Kinin-Kaskade Tumorwachstum und Angiogenese stimulieren. Daher stellt auch das Endprodukt Bradykinin ein Ziel für einen molekularen Therapieansatz bei Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereichs dar. In dieser Studie evaluierten wir die Rolle des Bradykinin B2-Rezeptors (BKB2R) in der Strahlenbiologie von Plattenepithelkarzinomen.

Methoden: Zehn etablierte Tumorzelllinien wurden mit 8 Gy behandelt, der BKB2R wurde simultan mit Bradykinin (1µM/ml) stimuliert oder spezifisch mit HOE140 (1µM/ml) inhibiert. Proliferation und klonogenes Tumorüberleben wurden anhand des Crystal Violett Elisas und des Colony Formation Assays, Invasion und Migration anhand einer Matrigel Invasionskammer und des Wound Healing Assays bestimmt.

In Western Blot Analysen wurde die Proteinexpression des EGFR und seiner nachgeschalteten Signalwege bestimmt.

Ergebnisse: Stimulation oder Inhibition des BKB2R hatten keinen Effekt auf die Proliferation, allein die Bestrahlung führte zu einer Abnahme der Proliferation.

Eine Zunahme des klonogenen Tumorüberlebens und der Migration fand sich nach Bradykinin-Stimulation, was durch eine simultane Bestrahlung aufgehoben werden konnte.

Die Zunahme des klonogenen Tumorüberlebens mit gesteigertem Migrations- und Invasionsverhalten zeigte sich auch nach Inhibition des BKB2R, was durch eine simultane Bestrahlung noch gesteigert wurde, wobei sich eine Aktivierung des EGFR sowie seiner nachgeschalteten Signalwege fand.

Fazit: Die Zunahme des klonogenen Tumorüberlebens sowie der Migration nach Inhibition des BKB2R sowie simultaner Bestrahlung kann durch eine Aktivierung des EGFR sowie seiner nachgeschalteten Signalwege erklärt werden, eine Bradykinin Stimulation führt zu einer EGFR-unabhängige Signalkaskade.