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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Die postoperativen Veränderungen des Keimspektrums unter Antibiose

Meeting Abstract

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  • corresponding author Doris Bücher-Ollig - Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz, Koblenz
  • Roland Jacob - Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz, Koblenz

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod178

doi: 10.3205/12hnod178, urn:nbn:de:0183-12hnod1789

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Bücher-Ollig et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die physiologische Flora im Nasen- und Rachenbereich wird aufgrund perioperativer Antibiose und dem Vorhandensein offener Wundflächen verändert. Meist erfolgt bei Eingriffen im Kopf-Halsbereich der Einsatz von perioperativer Antibiose, basierend auf der physiologischen Flora in diesem Bereich. Ziel ist die Reduktion von Wundinfekten. Bisher gibt es kaum Untersuchungen zu den Veränderungen im Keimspektrum auf der Wundfläche nach Nasennebenhöhleneingriffen oder Tonsillektomien im zeitlichen Verlauf.

Ziel ist es, die Auswahl geeignter Antibiosen bei postoperativen Wundinfektionen zu optimieren und die Änderungen des Keimspektrums nach diesen Operationen zu berücksichtigen.

Methoden: Ausgewählt wurden je 50 Patienten ohne Begleiterkrankungen, die für eine Tonsillektomie oder Nasennebenhöhlen-Operation vorgesehen waren. Die perioperative Antibiose bestand aus Cefuroxim einmalig vor OP bei Nasennebehöhleneingriffen und Clindamycin für 5 Tage bei Tonsillektomie.

Wir führten beim präoperativen Termin (maximal 14 Tage vor dem Eingriff), sowie am ersten, dritten und fünften postoperativen Tag eine mikrobiologischen Untersuchung der Nasen- oder Rachenflora durch und analysierten das vorhandene Keimspektrum.

Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Veränderungen der phsyiologischen Flora im Nasen- und Rachenbereich auf Grund von offenen Wunden und perioperativer Antibiotikatherapie sind regelmäßig zu erwarten. Die Veränderungen bei längerer Gabe von Antibiotika war deutlicher als bei Einmalgabe. Bei fast allen Patienten ist eine Verschiebung der Keimflora zu verzeichnen. Diese Ergebnisse sind bei der Auswahl von Antibiotika bei entzündlichen Komplikationen im postoperativen Verlauf zu berücksichtigen.