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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Fehlerprävention in der Kopf-Hals-Chirurgie

Meeting Abstract

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  • corresponding author Uli Harréus - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheikunde, LMU München, München
  • Maximilian Reiter - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheikunde, LMU München, München
  • Alexander Berghaus - Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheikunde, LMU München, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod158

doi: 10.3205/12hnod158, urn:nbn:de:0183-12hnod1580

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Harréus et al.
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Gliederung

Text

Seit jeher ist die Gefahr operativer Fehler Teil des ärztlichen Berufs. Aufgrund eines gesteigerten Bewußtseins in der Bevölkerung sehen sich insbesondere die operativen Fachbereiche der Medizin zunehmend mit medikolegalen Fragestellungen konfrontiert und machen einen Paradigmenwechsel im Umgang mit chirurgischen Fehlern erforderlich. Operativ tätige Ärzte müssen sich mit der Vermeidung und dem Umgang mit einem chirurgischen Fehler intensiv und geregelt auseinandersetzen.

Die Daten zu chirurgischen Fehlern im Bereich der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde werden vorgestellt. Neben dem Entstehungsmehanismus eines operativen Fehlers werden rechtliche Grundlagen, der Umgang mit dem Patienten und der Öffentlichkeit sowie der interkollegialen Besprechung derartiger Ereignisse u.a. im Rahmen von Mortalitäts-Morbiditäts-Konferenzen präsentiert.

Der moderne OP-Saal kann meist mit einem Flugzeugcockpit mit den Operateuren als Pilot und Co-Piloten verglichen werden. Vereinzelt haben bereits ähnlich Abläufe, wie u.a. Checklisten, in den OP-Sälen Einzug gehalten. Gesamtkonzepte zur Fehlerprävention müssen erstellt und eine weitreichende Verbreitung in den Kliniken finden. Durch den offenen und professionellen Umgang mit erfolgten chirurgischen Fehlern wird die Qualität und Sicherheit für den Patienten nachhaltig verbessert.