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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Penetrierende Verletzungen der Kopf-Hals-Region – Eine lebensbedrohliche Situation

Meeting Abstract

  • corresponding author Jens Greve - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Universitätsklinik Essen, Essen
  • Magis Mandapathil - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Universitätsklinik Essen, Essen
  • Nina Dominas - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Universitätsklinik Essen, Essen
  • Sokrates Trellakis - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Universitätsklinik Essen, Essen
  • Götz Lehnerdt - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Universitätsklinik Essen, Essen
  • Stephan Lang - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Universitätsklinik Essen, Essen
  • Marc Schlamann - Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie, Essen
  • Thomas K. Hoffmann - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Universitätsklinik Essen, Essen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod156

doi: 10.3205/12hnod156, urn:nbn:de:0183-12hnod1562

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Greve et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Vaskuläre Läsionen im Rahmen von Schnitt-, Stich- und Schussverletzungen der Kopf-Halsregion stellen ein potentiell lebensbedrohliches Krankheitsbild dar. Ein konsequentes Notfallmanagement, in der Regel assoziiert mit einer operativen Exploration, ist Grundlage erfolgreichen Handelns. Nachfolgend werden 10 Fälle verschiedener selbst- oder fremdverschuldeter Alterationen relevanter Blutleiter beschrieben.

Methodik: Die Behandlung von Patienten, die zwischen Juli 2009 und Juli 2011 Schnitt-, Stich- oder Schussverletzungen in der Kopf-Halsregion erlitten, wurden hinsichtlich der Art der Verletzung, der beteiligten Strukturen, des operativen Vorgehens sowie des Outcomes retrospektiv ausgewertet.

Ergebnisse: 10 Patienten beiderlei Geschlechts wurden mit Schnitt-, Stich- oder Schussverletzung (Unfall, selbst- oder fremdverschuldet) zwischen Juli 2009 und Juli 2011 notfallmäßig mit Beteiligung der HNO-Klinik im Universitätsklinikum Essen behandelt. Nach Stabilisierung des Herz-Kreislaufsystems und Sicherung der Atemwege wurden die Wundkanäle exploriert, die beteiligten Gefäße versorgt und ein Primär- oder Sekundärverschluss vorgenommen. Keiner der Patienten verstarb infolge seiner Verletzung.

Schlussfolgerung: Das Outcome tiefgreifender Verletzungen mit relevanten Gefäßalterationen wird bestimmt durch ein rasches, strukturiertes und ggf. interdisziplinäres Vorgehen. Bei der operativen Revision ist eine Exploration des Wundkanals unumgänglich, um so verborgene Gefäßschädigungen wie gedeckte Perforationen zuverlässig zu erkennen.