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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Optimierung des OP-Managements mit der elektronischen Patientenakte (EPA) der HNO-Universitätsklinik Ulm

Meeting Abstract

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  • corresponding author Nicole Rotter - Univ. HNO-Klinik, Ulm, Deutschland
  • Gerhard Rettinger - Univ. HNO-Klinik, Ulm
  • Siegfried Tewes - Univ. HNO-Klinik, Ulm
  • Fabian Sommer - Univ. HNO-Klinik, Ulm

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod138

doi: 10.3205/12hnod138, urn:nbn:de:0183-12hnod1381

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Rotter et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Da bei operativen Patienten etwa ein Drittel der Krankenhauskosten am Tag der Operation anfällt und der OP ein extrem ressourcenintensiver Bereich ist, ist ein leistungsfähiges OP-Management unabdingbare Voraussetzung für eine wirtschaftliche Klinikleitung. Mit Hilfe der seit 2006 im Klinikalltag eingesetzten elektronischen Patientenakte war es möglich eine effiziente digitale Planung von OP-Kapazitäten und Personal zu etablieren.

Methoden: Sämtliche papiergebundenen Organisationsprozesse wurden digital dargestellt. Neben dem OP-Management wird auch eine vollständige Abwesenheitsplanung in der EPA abgebildet. Systematische Abfragen (ambulanter/stationärer Eingriff, stationäre Verweildauer, OP-Typ) bei der OP-Terminvergabe führen zu automatisierten Terminvorschlägen.

Ergebnisse: Der vollständige Workflow eines Patienten von der Ambulanz bis zum Operationssaal ist digital abgebildet. Eine Operation wird durch den behandelnden Arzt angemeldet, benötigte Ressourcen (z.B. Mikroskop, Laser) vund die Dauer des stationären Aufenthalts angegeben. Der Zugriff auf die Patientenakte ist direkt aus dem OP-Plan von jedem Arbeitsplatz aus möglich. Die gesamte OP-Planung sowie notwendige Änderungen lassen sich einfacher durchführen, benötigte Ressourcen sind besser planbar als bei papiergebundenen Verfahren.

Schlussfolgerung: OP-Auslastung, Bettenbelegung und Personal sind durch die EPA schneller und effizienter planbar. Engpässe lassen sich früher erkennen und verhindern. Im Vergleich zu einer papiergebundenen Planung können Ressourcen damit zeitgemäß und kostengünstiger eingesetzt werden. Dies resultiert in einem optimierten OP-Management, das eine OP-Auslastung um 90% gewährleistet, sowie kurzfristige, unvorhergesehene Verschiebungen von Patienten nahe Null reduziert.