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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Darstellung intranasaler Teleangiektasien bei Hereditär Hämorrhagischer Teleangiektasie (HHT) mittels Narrow Band Imaging (NBI)

Meeting Abstract

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  • corresponding author Claus-Günther Konnerth - HNO-Klinik Karl-Hansen-Klinik, Bad Lippspringe
  • Benedikt Josef Folz - HNO-Klinik Karl-Hansen-Klinik, Bad Lippspringe

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod125

doi: 10.3205/12hnod125, urn:nbn:de:0183-12hnod1250

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Konnerth et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Narrow Band Imaging (NBI) ist eine Technologie, zur kontrastierten optischen Darstellung oberflächlicher Schleimhautgefäße. Im Vergleich zum sichtbaren Lichtspektrum, besitzt das hierbei verwendete Licht, zwei Frequenzbänder mit jeweiligen Maxima der Wellenlängen 415 nm und 540 nm mit einem erhöhten Anteil von blauem Licht. Aufgrund der Absorptionseigenschaften des Hämoglobins ist damit eine exakte Darstellung von Kapillargefäßen an der Schleimhautoberfläche und von venösen Gefäßen in der Submukosa möglich. Die Untersuchung diente der Frage, ob sich intranasale teleangiektatische Gefäßveränderungen mit NBI besser darstellen lassen als mit Weißlicht.

Material/Methoden: 13 Patienten (9 weibl., 4 männl.; Durchschnittsalter 70,2 bzw. 44,8 Jahre) mit HHT wurden einer Nasenendoskopie mittels starrer 30º-Optik vor der laserchirurgischen Therapie unterzogen. Als Lichtquelle diente eine u.a. NBI-fähige Kaltlichtquelle der Fa. Olympus®, die Darstellung erfolgte auf einem HDTV-fähigen Monitor.

Ergebnisse: Im NBI-Modus war eine ausgeprägtere Kontrastierung der Teleangiektasien möglich sowie eine Zuordnung zu oberflächlichen und tieferen Schleimhautschichten. Kleinere Gefäße, die unter Weißlicht nicht oder kaum zu sehen waren konnten mit NBI detektiert werden. Dieser Effekt war v.a. bei der Endoskopie der hinteren Nasenabschnitte zur Detektion okkulter Blutungsquellen hilfreich.

Schlussfolgerung: NBI ermöglicht im Vergleich zu herkömmlichem Kaltlicht eine optimierte Kontrastierung teleangiektatischer Gefäße und somit möglicherweise ein gezielteres und selektiveres laserchirurgisches Vorgehen. Die Methode ist eventuell auch für eine frühzeitige Erkennung von Teleangiektasien bei Kindern aus HHT-Familien geeignet. Hierbei wäre NBI von großem diagnostischen Nutzen.