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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Der Einsatz der transoralen Roboter-assistierten Chirurgie (TORS) bei Kopf-Hals-Karzinomen – eine kritische Analyse

Meeting Abstract

  • corresponding author Stefan Mattheis - Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und H, Essen
  • Magis Mandpathil - HNO-Uniklinik, Essen
  • Nicola Rothmeier - HNO-Uniklinik, Essen
  • Christoph Bergmann - HNO-Uniklinik, Essen
  • Stephan Lang - HNO-Uniklinik, Essen
  • Nina Dominas - HNO-Uniklinik, Essen
  • Thomas Hoffmann - HNO-Uniklinik, Essen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod113

doi: 10.3205/12hnod113, urn:nbn:de:0183-12hnod1130

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Mattheis et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Seit wenigen Jahren existiert mit der transoralen Roboter-assistierten Resektion von Tumoren im Kopf-Hals-Bereich, eine Alternative zu den etablierten chirurgischen Verfahren.

Methoden: Wir führten bei 15 Patienten mit Karzinomen des Pharynx und der Supraglottis (T1 bis T3) eine transorale Resektion mit dem DaVinci® Si HD Roboter (Intuitive Surgical, Sunnyvale, USA) durch. Je nach Tumorlokalisation erfolgte eine Einstellung des Tumors mit dem McIvor Spatel (Karl Storz, Tuttlingen) oder dem FK-Retraktor (Gyrus, Southborough, USA). Mit Hilfe einer 3D-HD Kamera, gekoppelt an 0-Grad und 30-Grad-Endoskope, wurde der Tumor visualisiert. Die Resektion erfolgte mit Hilfe eines monopolaren Messers, eines monopolaren Hakens oder eines Dioden-Lasers. Das Schneideverhalten dieser Instrumente wurde in einer zusätzlichen Untersuchung mit dem CO2-Laser und einer RF-Nadel verglichen.

Ergebnisse: Bei 12 Patienten konnte der Tumor mit Hilfe des DaVinci® Roboters im Rahmen des Primäreingriffs R0 reseziert werden. Mit der 3D-Winkel-Optik gelang eine gute Visualisierung von Zungengrundtumoren. Bei zwei Patienten mit Tumoren der Supraglottis musste wegen schlechter Erreichbarkeit des Tumors auf eine endoskopische Resektion des Tumors mit dem CO2-Laser umgestellt werden. Bei einem Patienten wurde wegen einer R1-Resektion eine Nachresektion durchgeführt. Das verwendete monopolare Messer und der Dioden-Laser zeigten eine breite Koagulationszone am Absetzungsrand bei guter Blutstillung. Die Vor- und Nachbereitungszeiten sind bei DaVinci® Operationen deutlich länger als bei etablierten Verfahren.

Schlussfolgerungen: Bei der TORS handelt es sich um eine interessante Ergänzung der etablierten Operationsverfahren. Zur besseren Definition geeigneter Indikationen sind größere Fallzahlen erforderlich. Die zur Verfügung stehenden Instrumente sind durch die breite Koagulationszone an der Supraglottis und am Larynx nur bedingt geeignet.