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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Augmented Reality bei navigationsgestützter Chirurgie

Meeting Abstract

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  • corresponding author Oliver Kaschke - HNO Sankt Gertrauden Krankenhaus, Berlin
  • Reinhard Tietze - Xion GmbH, Berlin
  • Bartosz Kosmecki - Scopis GmbH, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod108

doi: 10.3205/12hnod108, urn:nbn:de:0183-12hnod1088

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Kaschke et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Verwendung von Navigationssystemen während endoskopischen Sinusoperationen verbessert das chirurgische Ergebnis und die Sicherheit von Revisionsoperationen, Tumoreingriffen und Posttraumata der Schädelbasis. In den benannten Fällen gehen chirurgische Landmarken jedoch häufig durch Veränderungen an der Patientenanatomie verloren. Es ist daher notwendig, sichere und stabile Landmarken zu identifizieren um den Eingriff erfolgreich mittels Bildunterstützung durchzuführen.

Methoden: Das neue Navigationssystem MATRIX POLAR (Xion GmbH, Berlin) mit Scopis-Technologie (Scopis GmbH, Berlin) ermöglicht die Festlegung von Zielpunkten in der 3D-Bildgebung während des endoskopischen Eingriffs. Zielpunkte werden intraoperativ gesetzt und im 3D-Datensatz fixiert und stehen damit für die Dauer des Eingriffs dem Arzt zur Orientierung zur Verfügung. Insbesondere wird eine endoskopische Darstellung als Augmented Reality ermöglicht. Messfunktionen können eingesetzt werden, um weitere Informationen über die 3D-Bildgebung zu gewinnen.

Ergebnisse: Das neue MATRIX POLAR System mit integrierter Navigationstechnologie wurde für endoskopische Eingriffe in den Nasennebenhöhlen und der vorderen Schädelbasis eingesetzt. Verglichen wurde der verbesserte Arbeitsablauf und Informationsfluss mit dem Einsatz eines konventionellen Navigationssystems. Ermittelt wurden die Wiedererkennungsrate anatomischer Strukturen, die Gesamtzeit des chirurgischen Eingriffs und die qualitative Einschätzung durch den Chirurgen.

Schlussfolgerungen: Die vorgestellte Navigationslösung für Augmented Reality und intraoperative Planung erlaubt eine präzise und sichere Bestimmung von wichtigen Landmarken in sich verändernden chirurgischen Gegebenheiten und verbessert die Orientierung im Operationsgebiet.