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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Kontrastmittelverstärkung in ex vivo Laryngektomiepräparaten im flat-panel Volumen CT

Meeting Abstract

  • corresponding author Tobias Kroll - HNO-Universitätsklinik Gießen, Gießen
  • Claus Wittekindt - HNO-Universitätsklinik Gießen, Gießen
  • Benjamin Dassinger - Institut für Neuroradiologie der Universitätsklinik Gießen, Gießen
  • Martin Obert - Institut für Neuroradiologie der Universitätsklinik Gießen, Gießen
  • Elke Gizewski - Institut für Neuroradiologie der Universitätsklinik Gießen, Gießen
  • Jens Peter Klussmann - HNO-Universitätsklinik Gießen, Gießen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod083

doi: 10.3205/12hnod083, urn:nbn:de:0183-12hnod0830

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Kroll et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Beurteilung der Knorpelinfiltration bei Larynxkarzinomen ist ein wichtiges Kriterium im Rahmen des Tumorstagings. Präoperativ werden in der klinischen Routine CT- oder MRT-Bildgebungen angefertigt. Die Beurteilung der Knorpelinfiltration ist bei beiden Untersuchungsmethoden wenig sensitiv und spezifisch. Eine postoperative Bildgebung in einem flat-panel Volumen CT (VCT) nach Kontrastmitteldiffusion in Laryngektomiepräparate kann möglicherweise zu einer verbesserten Beurteilung der Knorpelinfiltration führen.

Material und Methoden: Drei Laryngektomiepräparate wurden umgehend nach der Resektion in einem VCT gescannt. Anschließend wurde jedes Präparat in einem unterschiedlichen Kontrastmittel für 48 Stunden inkubiert und jeweils nach 24 und 48 Stunden erneut gescannt. Die angefertigten Bilder wurden auf eine veränderte Kontrastmittelaufnahme und einer dadurch verbesserten Visualisierung der Knorpelinfiltration durch den Tumor untersucht.

Ergebnisse: Alle Laryngektomiepräparate zeigten unabhängig von dem verwendeten Kontrastmittel nach 24 und 48 Stunden Diffusionszeit eine verbesserte Visualisierung der Knorpelinfiltration durch das Larynxkarzinom gegenüber den nativen Scans aus dem VCT, als auch den präoperativ angefertigten CT-Scans. Die verbesserte Visualisierung korrelierte mit der histologischen Aufarbeitung der Präparate.

Schlussfolgerung: Eine verbesserte Visualisierung der Knorpelinfiltration nach Kontrastmitteldiffusion und der Anfertigung eines flat-panel Volumen CT erscheint möglich. Tumorgrenzen bei Larynxteilresektionen könnten in Zukunft hierdurch optimiert dargestellt werden. Aufgrund der guten Korrelation mit einer histologisch nachgewiesenen Knorpelinfiltration ist ein gezieltes Aufarbeiten der Präparate möglich.