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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Cholesteatome im Kindesalter – kann die diffusionsgewichtete Magnetresonanztomographie (MRT) unsere Behandlungsstrategie ändern?

Meeting Abstract

  • corresponding author Assen Koitschev - HNO-Klinik, Klinikum Stuttgart, Stuttgart
  • Pia Behringer - HNO-Klinik, Klinikum Stuttgart, Stuttgart
  • Peter Amrhein - HNO-Klinik, Klinikum Stuttgart, Stuttgart
  • Dorothe Bögner - HNO-Klinik, Klinikum Stuttgart, Stuttgart
  • Thekla v. Kalle - Radiologisches Institut, Olgahospital, Klinikum Stuttgart, Stuttgart
  • Peter Winkler - Radiologisches Institut, Olgahospital, Klinikum Stuttgart, Stuttgart

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod082

doi: 10.3205/12hnod082, urn:nbn:de:0183-12hnod0827

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Koitschev et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die operative Behandlung von Cholesteatomen im Kindesalter stellt wegen deren hoher Rezidivneigung eine besondere Herausforderung dar. Die langfristige Sanierung hängt ganz wesentlich von der subjektiven Entscheidung des Operateurs während der ersten Operation für oder gegen einen zweiten Eingriff im Intervall („second-look“) ab. Eine erneute Operation wird von den Eltern regelmäßig kritisch hinterfragt und nach Alternativen gesucht.

Methoden: Diese Arbeit untersucht prospektiv die Fähigkeit der MRT die Indikation zur „second-look“ Tympanoplastik objektiv zu beeinflussen. Es wurden die intraoperativen Befunde mit der präoperativen MRT anhand von 20 Patienten im Kindesalter verglichen. Es erfolgte eine axiale diffusionsgewichtete half-Fourier single-shot turbo spin-echo (HASTE) Sequenz direkt vor geplanter Second-Look-Tympanoplastik.

Ergebnisse: In 19 von 20 Fällen konnten Cholesteatomreste spezifisch ausgeschlossen bzw. bestätigt werden. Limitationen ergeben sich in Fällen von zusätzlicher Flüssigkeitsansammlung im Mastoid und bei Befunden kleiner als 3 mm. Die Zuordnung der genauen Lokalisation des Befundes innerhalb des Felsenbeins bedarf einer 3D-Fusion mit den T2- gewichteten MR Bildern.

Schlussfolgerungen: Die präoperative MRT kann wertvolle Hinweise für die Planung einer Revisionstympanoplastik liefern, kann diese aber nicht ersetzen.