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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Pilotstudie zur Evaluation elastographischer Normalwerte der Gl. parotis und Gl. submandibularis im ARFI-Verfahren

Meeting Abstract

  • corresponding author Nils Klintworth - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen
  • Georgios Psychogios - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen
  • Konstantinos Mantsopoulos - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen
  • Johannes Zenk - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen
  • Heinrich Iro - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen
  • Alessandro Bozzato - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod080

doi: 10.3205/12hnod080, urn:nbn:de:0183-12hnod0800

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Klintworth et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Elastographie zeigt im Bereich der Speicheldrüsen erste vielversprechende Ergebnisse z.B. in der Beurteilung gut- und bösartiger Tumoren. Mit dem Acoustic-Radiation-Force-Impulse-Verfahren (ARFI) liegt nun eine Modalität vor, mittels der sich die Gewebeelastizität präzise quantifizieren lässt, da die Geschwindigkeit der Scherwellen gemessen wird, die im Gewebe nach Applikation eines Druckimpulses entstehen. Für die Speicheldrüsen fehlen hierzu jedoch bislang Normalwerte als Grundlage für weitere Untersuchungen.

Methoden: Wir führten eine Untersuchung an 100 Probanden durch und bestimmten die Scherwellengeschwindigkeit (SWV) sowohl im Bereich der Gll. parotideae als auch der Gll. submandibulares an zwei repräsentativen Stellen des Drüsenparenchyms in 5 Messungen. Als Vergleichswert wurde die SWV im Bereich des M. sternocleidomastoideus gemessen. Zur Beurteilung einer möglichen Druckabhängigkeit führten wir die Untersuchungen je einmal bei mittlerem und einmal bei sehr leichtem Schallkopfdruck durch.

Ergebnisse: Für die Scherwellengeschwindigkeiten bei mittlerem bzw. leichtem Druck ergaben sich für die Gl. parotis Werte von 1,80 ± 0,21 m/s bzw. 1,45 ± 0,16 m/s, für die Gl. submandibularis von 2,43 ± 0,15 m/s bzw. 2,31 ± 0,35 m/s und für den M. sternocleidomastoideus von 2,32 ± 0,25 m/s 1,33 ± 0,22 m/s.

Schlussfolgerungen: Dies ist die erste Untersuchung zur Bestimmung von Normalwerten für die Gl. parotis und Gl. submandibularis im ARFI-Verfahren. Trotz guter Reproduzierbarkeit zeigt sich v.a. eine Abhängigkeit vom ausgeübten Schallkopfdruck, die bei der Gl. parotis stärker ausgeprägt ist. Hier ist eine Standardisierung des Untersuchungsprotokolls erforderlich.