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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Biomechanische Eigenschaften von Operationsmodellen (anatomischen Faksimilemodellen) des Os temporale im Vergleich zum humanem Felsenbein

Meeting Abstract

  • corresponding author Cornelia Hahne - HNO Uniklinik Magdeburg, Magdeburg
  • Michael Scheffler - Institut für Werkstoff- und Fügetechnik, Fakultät für Maschinenbau, Otto-von-Gue, Magdeburg
  • Gabriele Dietze - Institut für Werkstoff- und Fügetechnik, Fakultät für Maschinenbau, Otto-von-Gue, Magdeburg
  • Bernhard Karpuschewski - Institut für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung, Fakultät für Maschinenbau, Magdeburg
  • Joachim Döring - Institut für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung, Fakultät für Maschinenbau, Magdeburg
  • Mathias Kappa - LS Füge- und Schweißtechnik, Fakultät Maschinenbau, Elektrotechnik und Wirtschaf, Cottbus
  • Ulrich Vorwerk - Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Medizinische Fakultät, Otto-von-Gue, Magdeburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod079

doi: 10.3205/12hnod079, urn:nbn:de:0183-12hnod0795

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Hahne et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Felsenbeinchirurgie erfordert auf Grund der anatomischen Komplexität einen hohen Ausbildungsstandard. Das Erlernen der haptischen Fähigkeiten erfolgt idealerweise an humanen Präparaten, welche jedoch nicht ausreichend zu Verfügung stehen. Alternativen sind 3D-Simulationsprogramme, Tierpräparate oder künstliche Modelle aus Gips. Keine dieser Varianten bietet gleichzeitig eine humane Anatomie und ein authentisches Bearbeiten des Materials.

Methoden: Das anatomische Faksimilemodell (AFM) unserer Arbeitsgruppe basiert auf einem CT-Datensatz und wird mittels Stereolithographie aus einem UV-sensitiven Epoxidharz gefertigt. Durch variable Aushärtungsverfahren kann das AFM in seinen biomechanischen Eigenschaften denen des humanen Felsenbeins angepasst werden. Zusätzlich ermöglicht ein spezielles Supportmaterial die Nachbildung von Hohlräumen wie Cochlea und Bogengänge und somit auch das Einführen eines Cochleaimplantats.

Wir verglichen die Bohr-und Fräseigenschaften, das Biege-und Brechverhalten, die Porenverteilung und das Elastizitätsmodul von humanen Präparaten mit denen unseres AFM.

Ergebnisse: Hohe Übereinstimmungen zeigen sich in der Porenverteilung, da das AFM nach Vorlage eines CT-Datensatz entsteht. Die Ergebnisse aus Biege-und Brechverhalten beinhalten zum Teil noch starke Abweichungen, welche sich vor allem durch die biologische Variabilität der Knochenstruktur erklären lassen. Das Gleiche gilt für die Bohr- und Fräseigenschaften.

Schlussfolgerungen: Die erhobenen Daten der humanen Präparate sind weit gestreut. Ziel unserer Arbeitsgruppe ist, dass die biomechanischen Eigenschaften des AFM im Bereich der des humanen Felsenbeins liegen. Somit kann das AFM ein humanes Präparat nicht ersetzen, bildet aber eine gute Alternative für den lernenden Operateur.