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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Traumatische Verletzungen von Kopf und Hals: Untersuchung von Unfallmechanismen, Diagnostik und Therapie

Meeting Abstract

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  • corresponding author Patrick Weller - Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf, Düsseldorf
  • Marek Reichenstein - Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf, Düsseldorf
  • Adam Kurzeja - Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf, Düsseldorf

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod746

DOI: 10.3205/11hnod746, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod7465

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Weller et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Ziel der vorliegenden Untersuchung war die Analyse eines Patientenkollektivs mit traumatischen Kopf- und Halsverletzungen hinsichtlich Altersverteilung, Verletzungsursachen, Diagnostik und Therapie.

Methoden: Insgesamt wurden Daten von 107 Patienten ausgewertet, die im Jahr 2009 primär HNO-ärztlich im Notdienst versorgt wurden. Die Analyse erfolgte retrospektiv hinsichtlich Alter, Geschlecht, Ursache des Traumas, zeitliche Verteilung, Diagnostik, Therapie und Komplikationen.

Ergebnisse: Das durchschnittliche Patientenalter betrug 33,6 +/- 24,9 mit einem deutlichen Überwiegen von Männern (72%). Zwei weitere Altersgipfel fanden sich bei Kindern und Patienten über 60 Jahren. Hauptursachen für Verletzungen waren tätliche Auseinandersetzungen (36%), insbesondere in der Gruppe der Jugendlichen und Erwachsenen (59%), sowie häusliche Unfälle (29%). Die häufigsten Befunde waren Kopfplatzwunden (46%), Nasenbeinfrakturen (27%), Orbita- und Jochbeinfrakturen (24%) sowie die Commotio cerebri (21%). Seltenere Verletzungen waren Septumhämatome (5%), Felsenbeinfrakturen (3%) und Othämatome (2%). Verletzungen bei Jugendlichen und Erwachsenen erfolgten hauptsächlich am Wochenende (54%). Die gefürchtete Komplikation einer intracerebralen Blutung wurde bei zwei Patienten festgestellt.

Schlussfolgerungen: Traumatische Verletzungen von Kopf und Hals sind häufige Ursachen für Behandlungen im Notdienst. Neben Hämatomen und Kopfplatzwunden führten weitere Verletzungen zu notwendigen operativen Eingriffen bei 59% und stationären Aufenthalten bei 45% der Patienten. Seltene Komplikationen wie intracerebrale Blutungen dürfen, trotz oft geringen äußerlichen Verletzungszeichen, nicht übersehen werden und erfordern sorgfältige Diagnostik.