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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Untersuchung verschiedener Zelldichten von ADSC für eine optimale Chondrogenese in Kollagen I - und Agarose-Hydrogelen

Meeting Abstract

  • corresponding author Sascha Artus - Universität Würzburg, Würzburg
  • Antje Technau - HNO - Klinik Universität Würzburg, Würzburg
  • Katrin Frölich - HNO - Klinik Universität Würzburg, Würzburg
  • Norbert Kleinsasser - HNO - Klinik Universität Würzburg, Würzburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod719

DOI: 10.3205/11hnod719, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod7198

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Artus et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Um zellbasierte Behandlungsstrategien für die Regeneration bei Stimmlippenparesen mit Hilfe des Tissue Engineerings zu entwickeln, wurde die chondrogene Differenzierung von Fettstammzellen in injizierbaren Hydrogelen untersucht.

Methoden: Unterschiedliche Zellkonzentrationen von adipose tissue-derived stem cells (ADSC) wurden über 14 Tage in Agarose - und Kollagen I-Hydrogelen unter der Zugabe von TGF-ß3 zu knorpelähnlichen Zellen differenziert. Es wurde dann aus sechs verschiedenen Zelldichten jene bestimmt, die zur knorpelähnlichsten Struktur im Konstrukt geführt hat. Der Erfolg der Differenzierung wurde histologisch mit der Alcianblau-, Safranin - O - und der Hämatoxylin-Eosin-Färbung sowie molekularbiologisch mit Hilfe der Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR) und biochemisch mit DNA-, GAG- und Kollagen II – Assays überprüft.

Ergebnisse: Bei den Kollagengelen wurde die Alcianblau-Färbung spenderabhängig ab 5x10^4 Zellen/ml bis 5x10^5 Zellen/ml positiv, die Intensität der Färbung nahm mit ansteigender Zelldichte zu oder blieb gleich. Die Safranin - O - Färbung in den Kollagengelen wurde nur bei einem von 4 Spendern positiv, während in den Agarose-Hydrogelen beide Färbungen durchgehend sehr schwach ausgeprägt waren. Die PCR bestätigte die histologisch beobachtete unterschiedliche Differenzierung in Abhängigkeit von Zelldichte und Spendermaterial.

Schlussfolgerung: Eine Optimierung der chondrogenen Differenzierung und damit der Ausbildung der extrazellulären Matrix in injizierbaren Gelen ist durch eine Variation der Zelldichte möglich, wobei nur im Kollagen I-Hydrogel mit den verwendeten Zelldichten eine relevante Chondrogenese zu beobachten war. Die im Versuch ermittelte optimale Zelldichte wird nun im Tierversuch auf ihre Eignung als Füllsubstanz in vivo überprüft.