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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Operationen der Ohrspeicheldrüse bei Kindern

Meeting Abstract

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  • corresponding author Valeria Jósa - Ferenc Flór Pest County Hospital, Kistarcsa, Ungarn
  • Mónika Mónos - Ferenc Flór Pest County Hospital, Kistarcsa, Ungarn
  • Miklós Becske - Ferenc Flór Pest County Hospital, Kistarcsa, Ungarn

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod697

DOI: 10.3205/11hnod697, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod6977

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Jósa et al.
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Gliederung

Text

Tumoren der Ohrspeicheldrüse sind selten im Kindesalter. Es gibt keine Protokollen in diesem Bereich wegen der kleinen Patientenanzahl. Unser Institut ist ein Zentrum für Speicheldrüsen-Erkrankungen in Ungarn.

Krankenblätter der Patienten, die Operation im Ohrspeicheldrüsenbereich hatten, wurden retrospektiv aufgearbeitet. Daten wie Patientenalter, Lokalisation, Histologie, Eingriffstyp und Rezidivsrate wurden analysiert.

72 Patienten wurden identifiziert die zwischen 1986 und 2005 operiert worden sind. Das Durchschnittsalter betrug 10,8 Jahren. Es gab nur kleinen Unterschied in der Lokalisation, aber pleomorphe Adenomen traten fast ausschließlich im hinteren Teil der Ohrspeicheldrüse auf, während maligne Tumoren fast ausschließlich preauriculär vorgekommen sind. 31 Patienten hatten eine benigne Lesion (Zyste, Fistel, Lymphknotenentzündung oder chronische Entzündung). 42 Patienten wurden wegen eines Tumors operiert: 29 benigne Tumoren wurden gefunden mit pleomorphem Adenom als häufigstes und 12 maligne Tumoren wie Mukoepidermoidkarzinom, Azinuszellkarzinom und verschiedene mesenchymale Tumoren. Im Kontrast zu internationalen Daten die schlecht differenzierten (G3) Tumoren sind ein bisschen öfter aufgetreten, als gut differenzierte (G1) (5 vs. 4). 3 Enukleationen, 51 laterale Parotidektomien und 20 totale Parotidektomien sind durchgeführt worden: in 5 Fällen Resektion und Rekonstruktion des Gesichtsnervs und in 3 Fällen radikale Parotidektomie waren notwendig. Es gab keine Halsdissektion. Bei 8 Patienten ein Revisionseingriff wegen Rezidive wurde ausgeführt. Die Überlebensrate war sehr gut in epithelialen Tumoren (85,7%), während alle Patienten mit mesenchymelan Tumoren gestorben sind.

Es ist wichtig, dass Operationen im Ohrspeicheldrüsenbereich in Kindern in Zentren durchgeführt werden, damit die Patienten optimale Behandlung bekommen und ernsthafte Komplikationen wie z.B. Fazialisparese vermieden werden.