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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Persistierende Nasenatmungsbehinderung nach Septumplastik: die Deviation der Lamina perpendicularis bei knöcherner Schiefnase

Meeting Abstract

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  • corresponding author Johannes Veit - HNO Klinik / Universitätsklinikum Ulm, Ulm
  • Gerhard Rettinger - HNO Klinik / Universitätsklinikum Ulm, Ulm
  • Marc-Oliver Scheithauer - HNO Klinik / Universitätsklinikum Ulm, Ulm

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod674

DOI: 10.3205/11hnod674, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod6745

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Veit et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Septorhinoplastik (SRP) dient der Verbesserung einer symptomatischen Deformität der inneren und äußeren Nase. In einigen Fällen wird jedoch trotz knöcherner Schiefnase lediglich eine Septumplastik (SPL) durchgeführt. Bei Persistieren der Nasenatmungsbehinderung (NAB) ist dann eine SRP-Revision (rSRP) indiziert. Als funktionell relevante Formpathologie wurde in einem Patientenkollektiv gleichzeitig eine hohe Deviation der Lamina perpendicularis (Lp) und eine Nasenpyramidendeviation identifiziert. Als pathophysiologisches Korrelat für die NAB wird ein kontralaterales Reluxieren des knorpeligen Septums durch den Schiefstand der Lp und somit einer resultierenden Nasenklappenstenose angenommen.

Methoden: Alle Patienten, die von 2005 bis 2011 eine rSRP erhielten wurden anhand der OP-Berichte, Diagnostik und Dokumentation untersucht.

Ergebnisse: 398 Patienten erhielten eine rSRP, bei 57 Patienten (14%) wurde eine knöcherne Schiefnase bei Z.n. SPL diagnostiziert. In allen Fällen zeigte sich eine Deviation der knöchernen Nasenpyramide mit Deviation der Lp, welche im Rahmen einer rSRP korrigiert wurde. Das mittlere Alter betrug 40 Jahre , 63% waren männlich. Die Summenvolumina der akustischen Rhinometrie zeigten eine Verbesserung von 12,8 cm3 (±4,7) präoperativ auf 14,4 cm3 (±4,8) postoperativ, der inspiratorische Flow der Rhinomanometrie besserte sich von 502 ml/s (±212) bzw. 631 ml/s (±250) abgeschwollen, auf 589 ml/s (±202) bzw. 672 ml/s (±233) abgeschwollen.

Schlussfolgerungen: Die Deviation der Lamina perpendicularis bei knöcherner Schiefnase ist eine wichtige Ursache für persistierende Nasenatmungsbehinderung nach SPL. Eine sorgfältige präoperative Analyse der Nasenpathologie ist notwendig, um die korrekte rhinochirurgische Indikation zur SRP oder SPL zu stellen.