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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Thalidomid (Contergan®)- Renaissance eines skandalträchtigen Medikaments zur Therapie des Morbus Osler?

Meeting Abstract

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  • corresponding author Marie-Christine Stapper - HNO-Klinik, Universitaetsklinikum Duesseldorf, Düsseldorf
  • Christian Plettenberg - HNO-Klinik, Universitaetsklinikum Duesseldorf, Düsseldorf
  • Jörg Schipper - HNO-Klinik, Universitaetsklinikum Duesseldorf, Düsseldorf

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod662

DOI: 10.3205/11hnod662, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod6628

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Stapper et al.
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Gliederung

Text

Thalidomid sorgte aufgrund seiner Teratogenität in den frühen 60iger Jahren in den Medien für Furore. Zur Therapie der Schwangerschaftsnausea verschrieben führte es in mehr als 10.000 Fällen zu schweren Gliedmaßendeformitäten bei Neugeborenen. Nach mehr als 30 Jahren, nachdem Thalidomid vom Markt genommen wurde, machte sich die Medizin die antiangiogenetischen und antiinflammatorischen Eigenschaften des Medikamentes vor allem in der Krebstherapie zu Nutze. Später zeigten sich Erfolge bei der Behandlung von gastrointestinalen Blutungen. Dies war der Anlass für eine in Frankreich 2009 durchgeführte Studie, die die Wirkung von Thalidomid bei der Therapie von Epistaxis bei Morbus-Osler-Patienten untersuchte.

Wir möchten im Rahmen einer Fallvorstellung näher auf das Krankheitsbild des Morbus Osler, die bislang etablierten Therapieformen und unsere Erfahrungen mit der Anwendung des Off-Label-Medikamentes Thalidomid eingehen.