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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Medikamentöse und chirurgische Therapie bei Tauchern mit chronischer Rhinosinusitis und Barotrauma der Nasennebenhöhlen

Meeting Abstract

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  • corresponding author Theodoros Skevas - HNO-Abtlg., Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen, Trier
  • Ingo Baumann - Univ. HNO-Klinik Heidelberg, Heidelberg
  • Christoph Klingmann - HNO-Abtlg., DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus Bremen, Bremen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod656

DOI: 10.3205/11hnod656, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod6565

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Skevas et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Taucher mit chronischer Rhinosinusitis (CRS) sind für die Entwicklung eines Barotraumas der Nasennebenhöhlen (BNNH) prädisponiert. Wir haben systematisch ein solches Patientenkollektiv nach medikamentöser oder chirurgischer Therapie der CRS nachverfolgt und die Sicherheit der Tauchgänge ausgewertet.

Methoden: Wir führten eine retrospektive, deskriptive, Querschnittsstudie, bei der 82 erwachsene Taucher eingeschlossen wurden. Die Therapie beinhaltete eine 5-tägige Gabe eines systemischen Kortikoids sowie eine 6-wöchige Applikation eines lokalen Kortikoids sowie Kochsalzspülungen. Bei Beschwerdepersistenz wurde eine funktionelle endonasale Nasennebenhöhlenchirurgie (FESS) durchgeführt. Patienten füllten retrospektiv vor und nach der Therapie Fragebögen aus mit dem SNOT-20 GAV, mit Taucherfragen (TF) sowie mit allgemeinen Fragen.

Ergebnisse: Vierzig der 82 Taucher komplettierten die Fragebögen mit einem durchschnittlichen Follow-up von 42 Monaten. Es zeigte sich eine statistisch signifikante Besserung des Gesamtscores und jedes Subscores, außer der Allgemeinen Lebensqualität beim SNOT-20 GAV, sowie des Gesamtscores der TF. Prätherapeutisch berichteten Taucher, bei denen eine Operation nötig war, über signifikant ausgeprägtere Symptome als diejenigen, die konservativ behandelt wurden.

Schlussfolgerungen: Taucher mit sinunasalen Beschwerden können erfolgreich medikamentös behandelt werden und falls die konservative Therapie scheitert führt eine FESS zu einer statistisch signifikanten Besserung der Symptome. Komplikationen durch das Tauchen nach konservativer oder operativer Therapie wurden nicht beobachtet.