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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Schädigung des respiratorischen Epithels durch Zinkoxid-Nanopartikelexposition?

Meeting Abstract

  • corresponding author Kai Fruth - Hals-, Nasen-, Ohrenklinik und Poliklinik, Mainz
  • Susanne Duca - Hals-, Nasen-, Ohrenklinik und Poliklinik, Plastische Operationen, Universitätsmedizin, Mainz
  • Anne Hilliger - Hals-, Nasen-, Ohrenklinik und Poliklinik, Plastische Operationen, Universitätsmedizin, Mainz
  • Wolf Mann - Hals-, Nasen-, Ohrenklinik und Poliklinik, Plastische Operationen, Universitätsmedizin, Mainz
  • Jürgen Brieger - Hals-, Nasen-, Ohrenklinik und Poliklinik, Plastische Operationen, Universitätsmedizin, Mainz

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod589

DOI: 10.3205/11hnod589, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod5890

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Fruth et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: ZnO-Nanopartikel sind in Wandfarben, Sonnencremes und Autoabgasen in z. T. hohen Konzentrationen enthalten. Eventuelle pathologische Antworten der Kontaktepithelien sind aber kaum untersucht. Insbesondere das respiratorische Epithel als erstes Kontaktgewebe der Atemluft könnte daher betroffen sein. Toxische bzw. entzündliche Prozesse nach Exposition der Epithelien sind denkbar, da die Bildung und Freisetzung von Sauerstoffradikalen zu erwarten ist und in der Folge oxidative Schädigungen von DNA, Proteinen sowie Zellmembranen möglich sind.

Methoden: Als Modell diente die epitheliale Zelllinie A549. Diese wurde gegenüber ZnO-Partikeln in 2 verschiedenen Größen (4–5/15–18 nm) und drei verschiedenen Konzentrationen (0,1, 10, 100 µg/ml) exponiert und über 4, 24, 48 und 72 h inkubiert. Mittels Fluoreszenzfärbung (MTT-assay) wurde zu diesen Zeitpunkten dann die metabolische Aktivität quantifiziert.

Ergebnisse: Es konnte eine deutliche zeit-, dosis- und grössenabhängige Minderung der Zellviabilität nach ZnO-Nanopartikelexposition beobachtet werden.

Schlussfolgerung: Zinkoxidnanopartikel der Grösse 4–5 nm in hoher Konzentration scheinen eine Minderung der epithelialen Viabilität zu verursachen und könnten somit an der Pathogenese entzündlicher nasaler Erkrankungen beteiligt sein.