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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Steigerung der Wirksamkeit von Riechtraining bei postviralen Dysosmien durch eine adjuvante, intramuskuläre Gabe von Vitamin-B-Komplex

Meeting Abstract

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  • corresponding author Michael Damm - HNO-Uniklinik Köln, Köln
  • Alexander Speck - HNO-Uniklinik Köln, Köln
  • Julia Vent - HNO-Uniklinik Köln, Köln
  • Karl-Bernd Hüttenbrink - HNO-Uniklinik Köln, Köln

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod580

DOI: 10.3205/11hnod580, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod5805

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Damm et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: Evidenzbasierte Standardtherapiestrategien fehlen bislang bei postviralen Dysosmien (PVD) weitgehend in der Literatur. Ziel dieser Untersuchung war es zu überprüfen, ob sich die Wirksamkeit von Riechtraining (RT) durch eine adjuvante intramuskuläre (i.m.) Applikation von Vitamin-B-Komplex (Vit.-B-K) steigern lässt.

Methoden: In dieser Pilotstudie wurden die Krankenunterlagen von 13 Patienten retrospektiv ausgewertet, die einmal pro Monat mit Vit.-B1 (Thiamin 50 mg), Vit.-B6 (Pyridoxin 100 mg) und Vit.-B12 (Cyanocobalamin 1 mg) i.m. behandelt wurden. Zusätzlich wurden die Patienten angeleitet, im gesamten Beobachtungszeitraum von 4 Monaten 2-Mal täglich Riechtraining mit 4 Düften durchzuführen. Als Vergleichskollektiv dienten Daten von alters- und geschlechtskorrelierten Patienten mit PVD, die ohne Begleitmedikation das vorgenannte Riechtraining durchführten. Als erfolgreiche Therapie wurde ein Anstieg des SDI-Scores im Sniffin’Sticks-Test um mindestens 6 Punkte gewertet. Standardisierte Daten der Anamnese und dem klinischen Verlauf wurden in SPSS übertragen. Die Analyse erfolgte explorativ und mittels Chi-Quadrat-Test.

Ergebnisse: Das Durchschnittsalter der ausschließlich mit RT behandelten Patienten lag bei 58 Jahren und das der Pat., die zusätzlich Vit.-B-K erhielten, bei 59 Jahren, das Auftreten der Dysosmie lag in den Gruppen bei 15 bzw. 35 Monaten zurück. Gemäß der Erfolgsdefinition verbesserten sich 61,5% der Patienten mit adjuvanter i.m. Gabe von Vit.-B-K mit RT im Vergleich zu 15,4% nach alleinigem Riechtraining (p=0,016).

Schlussfolgerung: Die Kombination aus Riechtraining mit intramuskulärer Substitution von Vitamin-B-Komplex erscheint als vielversprechende Kombination für die Behandlung von postviralen Dysosmien.