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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Flaring spreader flaps: Ein neues chirurgisches Konzept zur Rekonstruktion der inneren Nasenklappe bei der Septorhinoplastik

Meeting Abstract

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  • corresponding author Jochen Wurm - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen
  • Alessandro Bozzato - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen
  • Heinrich Iro - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen
  • Milos Kovacevic - HNO-Gemeinschaftspraxis Stephansplatz, Hamburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod564

DOI: 10.3205/11hnod564, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod5649

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Wurm et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Ein Kollaps der inneren Nasenklappe und die Ausbildung einer sog. „Inverted-V-Deformität“ stellen häufige Folgezustände von Höckerabtragungen nach einer Septorhinoplastik dar. Zur Vorbeugung bzw. Therapie dieser ästhetisch und funktionell unerwünschten Ergebnisse gilt die Implantation von spreader grafts als Standard. Auch die Verwendung von spreader flaps ist in der jüngeren Literatur beschrieben. Mit der Technik der flaring spreader flaps stellen wir ein neues Behandlungkonzept zur Rekonstruktion der inneren Nasenklappe vor.

Methoden/Ergebnisse: Nach Mobilisation der Schleimhaut und Ablösung der Seitenknorpel vom Septum werden auch deren Anheftungen unter den Nasenbeinen gelöst. Dadurch bleiben die Seitenknorpel bei der anschließenden Höckerabtragung komplett erhalten. Das ortsständige Knorpelgewebe lässt sich dann in den Bereich der inneren Nasenklappe hineinrotieren und kann so als Ersatz für herkömmliche spreader grafts verwendet werden. Durch Modifikation der bisher veröffentlichten Nahttechnik zur Fixation der gebildeten spreader flaps bleiben neben dem konturierenden Effekt die Klappenregion und damit auch der Luftweg besser geöffnet. Mithilfe einer weiteren Nahttechnik kann darüber hinaus die Weite der inneren Nasenklappe – und zugleich des mittleren Drittels der Nase – kontrolliert werden. Die beschriebene Technik wurde bisher an mehr als einhundert Patienten erfolgreich angewendet. Dabei war keine weitere, sonst notwendige Gewinnung von Knorpelgewebe zur Modellierung von spreader grafts erforderlich.

Schlussfolgerung: Das Konzept der flaring spreader flaps stellt eine zuverlässige Methode zur Rekonstruktion der inneren Nasenklappe nach einer Höckerabtragung dar. Bei wenig verfügbarem Knorpelmaterial kann sie darüber hinaus als geeignete Alternative zu herkömmlichen spreader grafts angesehen werden.