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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

HPV-16-induziertes Oropharynx-Ca – ein sexuell übertragenes Malignom?

Meeting Abstract

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Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod260

DOI: 10.3205/11hnod260, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod2608

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Strutz.
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Gliederung

Text

In einer retrospektiven Studie wurden die persönlich operierten Tonsillen- und Zungengrundkarzinome der letzten 2 Jahre auf das Humane Papillom-Virus Typ 16 untersucht, 15 von 18 Tumoren waren hierbei HPV positiv. Alle Tumorträger waren männlich. Das durchschnittliche Alter betrug 57 Jahre. Die Mehrzahl war Nichtraucher und nahm nur geringe Alkoholmengen zu sich. Die beiden typischen Risikofaktoren (Nikotin, Alkohol) wurden also kaum gepflegt. Als neuer Risikofaktor ist die HPV-Infektion herauszuarbeiten. Als Übertragungsweg sind orale Sexualgewohnheiten durch zwei große epidemiologische Studien (M.L. Gillison et al., JNCI 2008; G. D'Souza et al., NEJM 2007) herausgearbeitet worden. Deshalb müssen bei Tonsillen- und Zungengrundkarzinomen in der Anamnese neben der Frage nach Nikotin und Alkohol als neuer Risikofaktor die sexuellen Gewohnheiten evaluiert werden.