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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Toxizitätsprofil der definitiven Radiochemotherapie mit Carboplatin und Paclitaxel bei fortgeschrittenen Kopf-Hals-Karzinomen

Meeting Abstract

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  • corresponding author Alexander Speck - HNO-Uniklinik Köln, Köln
  • Simon Preuss - HNO-Uniklinik Köln, Köln
  • Thorsten Semrau - Universitäts-Strahlenklinik, Köln
  • R.P. Müller - Universitäts-Strahlenklinik, Köln

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod257

DOI: 10.3205/11hnod257, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod2571

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Speck et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Zur primären Behandlung von inoperablen Kopf-Hals-Karzinomen (HNSCC) hat sich die kombinierte Radiochemotherapie durchgesetzt. Neben der onkologischen Wirksamkeit ist die therapiebedingte Morbidität ein wichtiger Gesichtspunkt. In dieser Phase 2 Studie wurde das Toxizitätsprofil der kombinierten Radiochemotherapie mit Carboplatin und Paclitaxel bei inoperablen HNSCC untersucht.

Methode: In die Auswertung eingeschlossen wurden 80 Patienten mit inoperablem HNSCC. Während der Radiotherapie wurde einmal wöchentlich Carboplatin (AUC1) und Paclitaxel (40 mg/m2) gegeben. Maximal 6 dieser Chemotherapiezyklen wurden verabreicht. Die Akut- und Spättoxizitäten der Therapie wurde nach den WHO-Kriterien untersucht und dokumentiert. Für die Bewertung von Nebenwirkungen wurde die CTC Tabelle v.3 benutzt, die Spättoxizitäten wurden anhand der LENT-SOMA Kriterien ermittelt.

Ergebnisse: Die gravierendste Akuttoxizität war die akute Mukositis, die im Sinne einer Grad III/IV Toxizität bei 51,2% aller Patienten auftrat. Bei 75 der Patienten (89,3%) erfolgte die Anlage einer PEG-Sonde zur Sicherstellung der Ernährung. Bei 16% dieser Patienten musste die PEG-Sonde dauerhaft belassen werden. Die häufigsten Langzeittoxizitäten zeigten sich in einer chronischen Schluckstörung bei 58,3% aller Patienten, einem dauerhaften Verlust des Geschmacksinnes in 46,4% aller Patienten und einer chronischen Mukositis bei 36,9% aller Patienten.

Schlussfolgerung: Das hier verwendete Radiochemotherapieprotokoll zeigt ein akzeptables Toxizitätsprofil verglichen mit Daten anderer Protokolle.