gms | German Medical Science

82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Die Repression des SLPI Gens führt zu differentiell exprimierten microRNA- und Protein-Signaturen in humanen Kopf-Hals-Karzinomzelllinien

Meeting Abstract

  • corresponding author Christian Cordes - HNO-Universitätsklinik Kiel, Kiel
  • Tibor Görögh - HNO-Universitätsklinik Kiel, Kiel
  • Markus Hoffmann - HNO-Universitätsklinik Kiel, Kiel
  • Stefan Schreiber - Institut für klinische Molekularbiologie, Kiel
  • Petra Ambrosch - HNO-Universitätsklinik Kiel, Kiel
  • Robert Häsler - Institut für klinische Molekularbiologie, Kiel

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod177

DOI: 10.3205/11hnod177, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod1777

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Cordes et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Die exakten molekularen Mechanismen, die bei Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinomen (HNSCC) die Entstehung und Progression von Metastasen induzieren, sind bisher nur schlecht verstanden. Wir konnten kürzlich zeigen, dass sowohl das SLPI Gen als auch das SLPI Protein im Vergleich von metastasierenden HNSCC zu nicht metastasierenden HNSCC signifikant herunterreguliert ist. Die vorliegende Studie untersucht nun, welche Veränderungen durch ein Herunterregulieren des SLPI Gens im Zellstoffwechsel ausgelöst werden.

Dazu wurden vier humane HNSCC Zelllinien mit siRNA gegen SLPI und eine nicht kodierende siRNA transfiziert und der Erfolg der Transfektion jeweils mittels quantitativer RT-PCR kontrolliert. Zielparameter waren die Proliferation, die Invasion, die Protein- und die microRNA-Expression der Zelllinien.

Mit anti-SLPI-siRNA transfizierte Zellen zeigten hinsichtlich der Proliferation und der Invasion keinen Unterschied zu den Kontrollen. Von 35 Apoptose assoziierten Proteinen waren nur Catalase and Heme Oxygenase 1 (HO-1) in allen Zelllinien vermindert. Von 55 Angiogenese assoziierten Proteinen waren Interleukin 8 und Endoglin in allen Zelllinien erhöht. Die microRNA Analyse ergab 90 differentiell exprimierte microRNA’s zwischen beiden Gruppen.

Die Ergebnisse zeigen klar den Einfluss von SLPI auf mit Angiogenese und Apoptose assoziierte Proteine in vitro. Die beschriebenen Proteinregulationen könnten so die Metastasierung in HNSCC’s erleichtern. Weiterhin konnten wir erstmals den Effekt der Herunterregulierung von SLPI auf microRNA’s zeigen, die wiederum rückkoppelnd die Expression der regulierten Proteine beeinflussen können. Eine SLPI-Wirkung auf die klassischen, die Metastasierung beeinflussenden Mechanismen, wie Invasion und Proliferation, konnte nicht beobachtet werden.

Unterstützt durch: Werner und Klara Kreitz-Stiftung