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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

EGFR abhängige Migration von Plattenepithelkarzinomzellen nach Radiatio

Meeting Abstract

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  • corresponding author Carolin Beck - HNO Klinik, Klinikum rechts der Isar, München
  • Guido Piontek - HNO Klinik, Klinikum rechts der Isar, München
  • Anja Pickhard - HNO Klinik, Klinikum rechts der Isar, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod162

DOI: 10.3205/11hnod162, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod1623

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Beck et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Kürzlich konnte eine strahleninduzierte Migration bei unterschiedlichen Tumorzellen nachgewiesen werden, was beispielsweise bei Gliomen zu einer vermehrten Rezidivrate im Randbereich des Primarius führte. Ziel dieser Arbeit war die Untersuchung der Migration bei Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereichs unter Strahlentherapie, sowie unter simultaner Inhibition des EGF-Rezeptors.

Methoden: Als Nachweis der Migration dienten die Ergebnisse aus dem Wound Healing Assay, sowie die Darstellung migrierender Zellen in der modifizierten Boyden Kammer. Die Proliferation wurde anhand des MTT-Tests untersucht.

Die Zellen wurden mit unterschiedlichen Strahlendosen (2Gy, 5Gy und 8Gy) behandelt. Die Inhibition des EGF Rezeptors erfolgte durch AG1478 und Cetuximab.

Ergebnisse: Es fand sich eine dosisabhängige strahleninduzierte Migration der Zellen (p<0,01), wobei die Proliferation unter Strahlentherapie signifikant abnahm (p<0,02).

Die Inhibition des EGFR zeigte eine deutliche Abnahme der strahleninduzierten Migration (p<0,006). Die Stimulation des EGFR führte zu einem signifikanten Anstieg migrierender Zellen (p<0,048).

Zusammenfassung: Wir postulieren, dass der EGFR eine entscheidende Rolle bei der strahleninduzierten Migration bei Kopf-Hals-Tumoren spielt.