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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Einfluss externer magnetischer Felder auf die lokale Tumortherapie mit magnetischen Nanopartikeln

Meeting Abstract

  • corresponding author Christoph Alexiou - HNO-Klinik Erlangen, Erlangen
  • Rainer Tietze - HNO-Klinik Erlangen, Erlangen
  • Stefan Lyer - HNO-Klinik Erlangen, Erlangen
  • Stephan Dürr - HNO-Klinik Erlangen, Erlangen
  • Jenny Mann - HNO-Klinik Erlangen, Erlangen
  • Eveline Schreiber - HNO-Klinik Erlangen, Erlangen
  • Iro Heinrich - HNO-Klinik Erlangen, Erlangen
  • Heike Richter - PTB, Berlin, Berlin
  • Lutz Trahms - PTB, Berlin, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod158

DOI: 10.3205/11hnod158, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod1587

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Alexiou et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Magnetisches Drug Targeting (MDT) ist eine effiziente Form der lokalen Chemotherapie mit magnetischen Nanopartikeln, deren Anwendung derzeit im Tierversuch erfolgt. Der Einfluss der magnetischen Kraft auf die Nanopartikel im vaskulären System wurde hier an einem ex-vivo Arterienmodell untersucht. Die Anreicherung der Nanopartikel und des daran angebundenen Zytostatikums (Mitoxantron=MTO) wurde getrennt voneinander gemessen und deren Verteilung in verschiedenen Arteriensegmenten evaluiert.

Methoden: Die Versuchsarterie ist Teil eines geschlossenen physiologischem BSA-Pufferkreislaufs und befindet sich in einem von Ringerlösung umspülten Glasbehältnis. MTO-funktionalisierte Fe-Nanopartikel werden in den Kreislauf injiziert. Während der Applikation wird das Arterienstück einem fokussierten, externen elektromagnetischen Feld ausgesetzt. Dann wird die Arterie entnommen und in Segmente geschnitten. Die Partikelmenge wurde mittels Magnetorelaxometrie (MRX) und MTO mittels HPLC gemessen.

Ergebnisse: Partikel- und Wirkstoffanreicherung verhalten sich in den jeweiligen Arterienabschnitten korrespondierend, wobei das Maximum (je 41% des gesamt detektierten MTO und des Fe) im Segment direkt unter der Polschuhspitze erfasst wird. Des Weiteren lässt sich eine signifikante Abhängigkeit der Gesamtanreicherungen von der Magnetfeldstärke beobachten.

Schlussfolgerungen: Durch MDT kann eine deutliche Anreicherung magnetischer, wirkstoff-funktionalisierter Nanopartikel unter Einfluss eines fokussierten externen Magnetfeldes erzielt werden. Mit diesen Versuchen am Arterienströmungsmodell werden entscheidende physiologische und physikalische Parameter für das MDT evaluiert, die wichtig für die Translation dieses Therapieansatzes in die klinische Anwendung sind.

Unterstützt durch: Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG, Al 552/3-1) und Else Kröner-Fresenius Stiftung, Bad Homburg v.d.H.