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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Vergleich und Optimierung von technischen Untersuchungsparametern eines hochauflösenden flat-panel Volumen-Computertomographen bei karzinombefallenen Kehlkopfpräparaten nach Laryngektomie

Meeting Abstract

  • corresponding author Tobias Kroll - HNO-Unikversitätslinik Gießen, Gießen
  • Martin Obert - Abteilung für Neuroradiologie der Universitätsklinik Gießen, Gießen
  • Joanna Iwinska-Zeder - Abteilung für Neuroradiologie der Universitätsklinik Gießen, Gießen
  • Claus Wittekindt - HNO-Unikversitätslinik Gießen, Gießen
  • Shachi Jenny Sharma - HNO-Unikversitätslinik Gießen, Gießen
  • Claudia Pötzl - HNO-Unikversitätslinik Gießen, Gießen
  • Jens Peter Klußmann - HNO-Unikversitätslinik Gießen, Gießen
  • Elke Gizewaki - Abteilung für Neuroradiologie der Universitätsklinik Gießen, Gießen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod108

DOI: 10.3205/11hnod108, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod1085

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Kroll et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Knorpelinfiltration ist ein wichtigster prognostischer Parameter beim Larynxkarzinom. Die Möglichkeiten hochauflösender Flat-Panel Volumen-CT zur dreidimensionalen Beurteilung der Karzinominfiltration von Laryngektomiepräparaten soll evaluiert werden. Dazu ist die Optimierung der technischen Parameter des CT notwendig.

Methoden: Die Tumorinfiltrationen wurden bei drei Patienten umgehend nach der Laryngektomie am nativen Larynxresektat mit einem hochauflösenden Flat-Panel Volumen-CT bestimmt. Es wurden bei jedem Präparat zwei Scans mit verschiedenen kVp und mA Werten durchgeführt, um deren Einfluss auf die Bildgebung zu untersuchen. Dies waren 140 kVp und 10 mA bzw. 80 kVp und 70 mA. Bei den verwendeten Protokollen wurden während einer Gantryrotation 1000 Einzelprojektionsbilder aufgenommen. Aus diesen Rohdaten wurde mit einem für Kegelstrahl-Scanner modifizierten Rückprojektionsalgorythmus DICOM Bilder in eine 512×512×n Matrix rekonstruiert. Die zur Rekonstruktion gewählte Schichtanzahl n hing von der Präpartgröße ab. Der Bildvergleich wurde auf einer Bildbetrachtungs-Workstation, Advantage Windows durchgeführt.

Ergebnisse: In den dreidimensional rekonstruierten Volume-Rendering-Bildern und in Schnittbildern lässt sich die Karzinominfiltration der Larynxskelettstruktur sehr genau darstellen. Bilder bei 80kVp und 70mA ermöglichen eine differenzierte Beurteilung der knorpeligen Larynx-Strukturen und deren Abgrenzung zum Weichteilgewebe.

Schlussfolgerung: Die optimale Darstellung des Larynxskelettes gelingt bei 80 kVp und 70 mA. Diese Scanparameter sollen zukünftig genutzt werden, um die histologische Aufarbeitung der Präparate zu unterstützen und eine genauere Beschreibung der Karzinominfiltration zu ermöglichen.