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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Extrakranielles Aneurysma spurium der A. carotis interna nach Parapharyngealabszess: infektbedingt oder iatrogen?

Meeting Abstract

  • corresponding author Friederike Jenckel - Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Hamburg, Deutschland
  • Anna Sophie Ihloff - Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, HNO, Hamburg, Deutschland
  • Ulrich Grzyska - Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, Neuroradiologie, Hamburg, Deutschland
  • Frank U. Metternich - Kantonsspital, HNO-Klinik, Aarau, Schweiz
  • Rainald Knecht - Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf, HNO, Hamburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod022

DOI: 10.3205/11hnod022, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod0227

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Jenckel et al.
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Gliederung

Text

Aneurysmen im extrakraniellen Carotisstromgebiet treten bei Kindern nur in seltenen Fällen auf, in denen sie aber ein signifikant erhöhtes Komplikationsrisiko i. S. thromboembolischer Ereignisse und Rupturen aufweisen. Berichtet wird der Fall eines Mädchens, das nach auswärtiger Abszesstonsillektomie und parapharyngealer Abszessdrainage mit zunehmender cervicaler Schwellung und pharyngealer Blutung links in unsere Klinik verlegt wurde. Die notfallmässige Computertomographie des Halses zeigte ein Aneurysma der extrakraniellen Arteria carotis interna im Areal des drainierten Abszesses. Mithilfe einer Angiographie konnte ein Aneurysma der linken Arteria carotis interna extrakraniell auf Höhe der Fossa tonsillaris verifiziert werden, welches neuroradiologisch embolisiert wurde. Zusätzlich erfolgte eine Revision des Wundgebietes. Die Besonderheit des Falles liegt in einer ungewöhnlichen Ausprägung einer postoperativen Gefäßabnormalität, bei der unklar ist, inwieweit diese infektionsbedingt ist oder iatrogen verursacht wurde. Die Literatur zum Thema wurde ausgewertet und die Ergebnisse in Bezug auf den vorgestellten Fall kritisch analysiert.