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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Stammzellcharakteristika bei Polyposis nasi

Meeting Abstract

  • corresponding author Robert Böscke - UKSH, Campus Lübeck, Deutschland
  • Ann-Christin Hagge - UKSH, Campus Lübeck, Deutschland
  • Stefan Reers - UKSH, Campus Lübeck, Deutschland
  • Ralph Pries - UKSH, Campus Lübeck, Deutschland
  • Barbara Wollenberg - UKSH, Campus Lübeck, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod714

DOI: 10.3205/10hnod714, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod7149

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Böscke et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Polyposis nasi ist eine mit benignen Polypen einhergehende, chronische Erkrankung der nasalen und paranasalen Schleimhäute. Zumeist besteht vorübergehend ein gutes Ansprechen auf topische und systemische Glukokortikoide, jedoch sind Rezidive auch nach operativer Sanierung häufig. Die Pathogenese der Polyposis nasi, gerade der rezidivierenden Erkrankung, ist nach Ausschluss von Allergien und Asperinintoleranz weitestgehend unklar. Da Gewebsstammzellen für die Entstehung und Progression von Tumoren eine zentrale Rolle spielen, haben wir auch nasale Polypen hinsichtlich möglicher Stammzellcharakteristika analysiert.

Material & Methoden: Aus Polyposis-nasi-Primärgewebe wurden Einzelzellsuspensionen hergestellt und die Zellen mittels Proteomarray, Immunhistochemie und Durchflusszytometer hinsichtlich potenzieller Stammzellmarker (u.a. Oct-4, SOX2, Nanog) analysiert.

Ergebnisse: Wir konnten verschiedene potenzielle Stammzellmarker im Polyposisgewebe identifizierten. Es zeigte sich u.a. eine signifikante Zellpopulation des Pluripotenzmarkers Oct-4A.

Schlussfolgerungen: Gewebsstammzellen könnten eine wichtige Rolle bei der Entstehung und Progression nasaler Polypen spielen. Die Analyse der Stammzellcharakteristika nasaler Polypen könnte wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung neuartiger Therapiestrategien gegen das chronisch-proliferative Wachstum der Polyposis nasi erbringen.