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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Ermittlung der Lärmbelastung auf peripheren Stationen und deren subjektive Auswirkung auf die Schlafqualität

Meeting Abstract

  • corresponding author Ariane Buchal - HNO, Charité, Campus Mitte, Berlin, Deutschland
  • Dana Buck - HNO, Charité, Campus Mitte, Berlin, Deutschland
  • Masen Jumah - HNO, Charité, Campus Mitte, Berlin, Deutschland
  • Ingo Fietze - Interdisziplinäres schlafmedizinisches Zentrum, Charité, CCM, Berlin, Deutschland
  • Thomas Penzel - Interdisziplinäres schlafmedizinisches Zentrum, Charité, CCM, Berlin, Deutschland
  • Matthias Hölzl - HNO, Charité, Campus Mitte, Berlin, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod656

doi: 10.3205/10hnod656, urn:nbn:de:0183-10hnod6561

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Buchal et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Im Rahmen von Studien auf Intensivstationen wird immer wieder auf die negativen Auswirkungen von Lärm auf die Schlafqualität und die medizinische Versorgungsqualität hingewiesen. Das Haupttätigkeitsfeld des HNO-Arztes liegt jedoch in der Versorgung von Patienten auf Normalstationen. Die Datenlage zur Lärmbelastung auf peripheren Stationen ist ausgesprochen gering. Ziel unserer Studie war es, sowohl subjektive als auch objektive Daten zur nächtlichen Lärmbelastung und deren Auswirkung auf die Schlafqualität zu erheben.

Methoden: Mit Hilfe der Schlaffragebögen „Pittsburgh Sleep Quality Index“ (PSQI) und „Morpheus“ evaluierten wir bei 300 Patienten, die am Campus Charité Mitte auf einer peripheren Station aufgenommen waren, die subjektive Schlafqualität. Zudem erfolgte über 24 Stunden eine Lärmpegelmessung in Patientenzimmern mit unterschiedlicher Himmelsrichtung.

Ergebnisse: 34.3% (n=91) der befragten Patienten klagen über einen nicht erholsamen Schlaf. Jeder zweite Patient leidet unter Durchschlafstörungen, jeder dritte Patient über Einschlafstörungen. Hierfür machen die Patienten vor allem Lärmbelästigungen durch exogene Lärmquellen, Zimmernachbarn und das Personal auf der Station verantwortlich. Aus unseren objektiven Lärmmessungen resultiert eine durchschnittliche nächtliche Lärmbelastung von 40,38 dB. Dabei zeigt sich ein signifikanter Unterschied in Abhängigkeit von der Himmelsrichtung. Diese Tatsache lässt sich plausibel auf den westlich gelegenen Hauptbahnhof zurückführen.

Schlussfolgerung: Insbesondere im Krankenhaus ist ein erholsamer Schlaf von großer Bedeutung für den Krankheitsverlauf. Um diesen zu gewährleisten, sollten exogene und interne Lärmquellen besser erkannt und minimiert werden.