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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Videokopfimpulstest nach Ulmer zur Verbesserung des neurootologischen Standards

Meeting Abstract

  • corresponding author Arne-Wulf Scholtz - HNO-Klinik, Innsbruck, Österreich
  • Astrid Wolf-Magele - HNO-Klinik, Innsbruck, Österreich
  • Gerlinde Schuhfried - HNO-Klinik, Innsbruck, Österreich
  • Raluca Steindl - HNO-Abteilung, Kufstein, Österreich

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod428

DOI: 10.3205/10hnod428, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod4283

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Scholtz et al.
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Gliederung

Text

Zu den Standarduntersuchungen peripher-vestibulärer Störungen gehören vestibulo-spinale Tests, die Suche nach Spontan-, Lage- und Lagerungsnystagmus sowie die thermische Reizung beider horizontaler Bogengänge. Durch die Einführung des Kopfimpulstest (KIT) nach Halmagyi konnten nun alle sechs Bogengänge untersucht werden. Jedoch war eine quantitative Beurteilung der Funktion dieser Bogengänge mittels KIT nur mit hohem technischen Aufwand, wie der Search-Coil-Technik, möglich.

Das Ziel der Studie bestand in der Beurteilung des quantitativen Videokopfimpulstests und der Bestimmung der Wertigkeit dieser Methode in der Routine.

38 Patienten mit peripher-vestibulären Störungen wurden im Akutstadium und 4 Wochen danach untersucht. Die Beurteilung des Funktionszustandes der Labyrinthe basierte hauptsächlich auf dem Grad der thermischen Erregbarkeit und des KIT.

Im Akutstadium einer Neuropathia vestibularis bewerteten KIT und thermische Prüfung den Grad der Störung der horizontalen Bogengänge nahezu gleich. Nach 4 Wochen fiel der KIT in den meisten Fällen weiterhin pathologisch aus, dagegen wies die thermische Prüfung nur noch in 2/3 der Fälle pathologische Werte auf, wobei der KIT den vestibulo-okulären Reflex (VOR) mit hohen Frequenzen und der thermische Test den VOR mit niedrigen Frequenzen stimuliert.

Der Videokopfimpulstest nach Ulmer erlaubt die quantitative Beurteilung der Funktionszustandes aller horizontalen und vertikalen Bogengänge erstmals in einer einfach durchzuführenden Methodik.