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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Test zur Ermittlung der Klangfarbenunterscheidungsleistung bei CI-Trägern

Meeting Abstract

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  • corresponding author Torsten Rahne - Universitätsklinikum Halle/Saale, HNO, Halle/Saale, Deutschland
  • Christine Rasinski - Universitätsklinikum Halle/Saale, HNO, Halle/Saale, Deutschland
  • Kerstin Neumann - Universitätsklinikum Halle/Saale, HNO, Halle/Saale, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod407

DOI: 10.3205/10hnod407, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod4072

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Rahne et al.
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Gliederung

Text

Nachdem ein gutes Sprachverstehen inzwischen bei den meisten Trägern eines Cochlea-Implantates (CI) prognostiziert werden kann, wird das Hören von Musik von vielen CI-Trägern als verbesserungsbedürftig beschrieben.

Diese Arbeit fokussiert auf die psychometrische Untersuchung von Klangfarbenwahrnehmung als einen wesentlichen Bestandteil von Musikwahrnehmung.

Es wurde ein psychometrischer Test von den Autoren entwickelt, der die Unterscheidungsschwelle (JND) von spektralen Unterschieden ermittelt. Dieser Test beruht auf einem adaptiven 3-AFC-Verfahren und verwendet künstlich generierte Töne mit verschiedenen Obertonspektren als Stimuli. Diese werden den Probanden in Freifeldaudiometrie-Bedingungen über hochwertige, handelsübliche Hard- und Software präsentiert. Einer von drei Stimuli ist der Abweichende und soll von den Probanden detektiert werden. Nach zwei richtigen Antworten wird der spektrale Unterschied der Stimuli verringert, nach einer falschen Antwort erhöht.

Das so generierte Antwortprofil mündet in die JND ein, die durch die Mittelung der letzten 10 Antworten berechnet wird. Als Abbruchkriterium für den Test wurde das Durchlaufen von 6 Minima im Antwortprofil festgelegt.

Die Testmessungen an Normalhörenden zeigen, dass dieser Test zuverlässige Ergebnisse liefert und perspektivisch für CI-Träger verwendet werden kann.

Ein Vorteil ist zudem, dass sich dieser Test von den Autoren relativ leicht auf veränderte Bedürfnisse adaptieren lässt, also z.B. auch die Untersuchung unterschiedlicher Einschwingverhalten von Tönen als weitere Komponente von Klangfarbe.